Alles, was gegen die Natur ist,
hat auf die Dauer
keinen Bestand.

 

Charles Darwin

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Der Status quo

Das Projekt

20.000 Unterschriften gegen den Ausbau

Einer der schönsten Naturoasen Österreichs droht jetzt die Zerstörung durch den gigantischen Ausbau des Kraftwerks Kaunertal. Die Pläne sind erschütternd: Nicht nur das Kaunertal, sondern auch die zwei nebenliegenden Täler, das Ötztal und das Platzertal, sind von diesem Monsterprojekt betroffen.

Mehr als 30 Umweltaktivisten überreichten, stellvertretend für tausende besorgte Bürger dem Umweltminister eine Petition zum Schutz der Alpentäler vor dem Zugriff der E-Wirtschaft. Knapp 20.000 Unterstützer der Petition sagen „Nein zum Ausbau des Kraftwerks Kaunertal“.

Die Tiroler Umweltanwaltschaft stellt die derzeitige Fortführung des UVP-Verfahrens rechtlich und verwaltungsökonomisch in Frage. Die massiven Auswirkungen auf weite Teile des Tiroler Oberlandes sind bedenklich, doch das UVP-Verfahren läuft weiter. Zudem wird ein wasserrechtliches Widerstreit-Verfahren mit der Gemeinde Sölden geführt.

Umweltallianz präsentiert Kaunertal Erklärung 2022

40 Umweltvereine und Wissenschaftler*innen fordern Ausbau-Stopp für Kraftwerk Kaunertal – Landesregierung muss die letzten intakten Alpenflüsse schützen und naturverträgliche Energiewende umsetzen.

Innsbruck, am 6. Mai 2022 – Insgesamt 40 Umweltvereine und Stimmen aus der Wissenschaft fordern in einer gemeinsamen Erklärung den Stopp des Ausbaukraftwerks Kaunertal. Stattdessen müsse die Tiroler Landesregierung die letzten intakten Alpenflüsse schützen und eine konsequent naturverträgliche Energiewende umsetzen. „Dieses Großprojekt steht wie kein anderes für die völlig überzogene Ausbaupolitik der TIWAG. Wir brauchen eine naturverträgliche Energiewende statt weiterer Verbauung alpiner Naturräume“, mahnt Bettina Urbanek, Gewässerschutzexpertin des WWF Österreich. Für das Projekt plant die TIWAG bis zu 80 Prozent des Wassers aus dem Ötztal, einem der niederschlagsärmsten Täler Tirols, auszuleiten und im ökologisch einzigartigen Platzertal einen 120 Meter hohen Staudamm zu errichten und dahinter neun Fußballfelder Moorflächen zu fluten. „Das hätte verheerende Folgen für die hochsensible Naturlandschaft, würde wichtige Lebensräume zerstören und die Biodiversitätskrise befeuern.“

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Mega-Kraftwerksprojekt bedroht Ötztaler Flussjuwele

Gestaut, verbaut, verdammt: unsere heimischen Alpenflüsse stehen unter massivem Druck durch die Energiewirtschaft. Mit dem Ausbau des Kraftwerks Kaunertal soll nun ein weiteres Megaprojekt mitten in eine hochsensible Naturlandschaft gezwängt werden. Das Wasser der Gletscherflüsse soll abgeleitet werden und kilometerweit entfernt in künstlichen Stauseen landen. Die Wassermenge der Ötztaler Ache würde dadurch um bis zu 80 Prozent reduziert und die natürliche Dynamik zerstört. Gleichzeitig würde das ökologisch einzigartige Platzertal hinter einem Staudamm verschwinden und geflutet werden.
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Download WWF-Factsheet Kraftwerk Kaunertal

Breite Umwelt-Allianz fordert Naturschutz beim Erneuerbaren-Ausbau

WWF und Umweltdachverband appellieren gemeinsam mit einer breiten Allianz an die Parlamentsparteien: Keine Kraftwerksförderung in Schutzgebieten, Naturjuwele erhalten!

Wien, am 28. April 2021. Während die Verhandlungen zum Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz (EAG) im Nationalrat in die Zielgerade gehen, richtet eine breite Allianz aus 43 Umwelt-Organisationen, Bürger*inneninitiativen und Persönlichkeiten aus Wissenschaft und Zivilgesellschaft einen dringenden Appell an alle Parlamentsparteien. Denn auch wenn der rasche Ausbau der erneuerbaren Energien notwendig und begrüßenswert ist, könnte das EAG zu einer Millionenförderung von Kraftwerksbauten in Schutzgebieten und an ökologisch einzigartigen Flussstrecken führen.
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Wir schützen die Natur
und den Lebensraum
im Kauntertal

Das Ziel der Bürgerinitiative lebenswertes kaunertal ist der Schutz der Natur und die Erhaltung der Lebensqualität im Kaunertal. Den Anlass für unser Engagement bilden die Pläne der Tiwag, die mit der Errichtung einer Pumpspeicheranlage und eines weiteren Stausees massive, unwiderrufliche Eingriffe in die Landschaft des Kaunertals plant.

Appell an Bundesministerin Leonore Gewessler

Für lebendige und klimafitte Flüsse, gegen subventionierte Naturzerstörung. Unsere Natur verdient mehr Schutz und Respekt. Die Klimakrise ist längst in Österreich angekommen. Zugleich erleben wir einen nie dagewesenen Schwund der Artenvielfalt. Beide Krisen sind existenzbedrohend. Beide Krisen sind menschengemacht und müssen daher mit konkreten Maßnahmen angegangen werden. Bei sämtlichen Lösungen müssen Klima- und Naturschutz Hand in Hand gehen.
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Grafik Kaunertal-Platzertal Pumpspeicher

Das Kraftwerk Kaunertal soll ausgebaut werden, was auch den Ausbau des Kraftwerkes Prutz-Imst und des Kraftwerkes Imst-Haiming mit sich bringen würde. Dazu müssten die Gurgler Ache inkl. Königs- und Verwallbach, sowie die Venter Ache in den Gepatschspeicher übergeleitet werden. Zusätzlich ist ein neuer Speicherteich im Platzertal inkl. einem neuen Pumpspeicherkraftwerk vorgesehen und das Kraftwerk in Prutz würde seine Kapazitäten mehr als verdoppeln.

Damit aber nicht genug. Neben Ersatzmaßnahmen für zerstörte und beeinträchtige Lebensräume würden im Kaunertal Deponien mit einer Gesamtfläche von 16,8 Hektar und einem Volumen von rund 1.650.000 m³ entstehen. Zudem sind eine Eintiefung des Inns auf 2 km Länge zwischen dem  Kraftwerk Prutz und der Mündung der Fagge sowie größere Drainagierungsmaßnahmen und Grundwasserregulierungen zwischen Prutz und der Runserau geplant. Quelle: Stellungnahme der Tiroler Umweltanwaltschaft

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