Events

10.05.2019 20 Uhr, Quell Alpin Kaunertal

Filmvorführung das versunkene Dorf

Fast jeder kennt den Kirchturm, der als groteskes Symbol eines fragwürdigen Fortschritts aus dem Reschensee ragt, aber die wenigsten kennen seine Geschichte. Erzählt von den letzten Zeitzeugen der Seestauung, bringt der Film "Das versunkene Dorf" Licht in diesen Mythos, und vermittelt das Drama, das sich 1949/1950 rund um den Turm abspielte, authentisch und emotional ergreifend. Am Ende schlägt die Dokumentation eine versöhnliche Brücke in die Gegenwart, die Perspektiven öffnet, ohne die Verheerung zu übertünchen. Zugleich knüpft der Film über die Themen Heimat, Vertreibung und Migration an aktuelle Diskurse an und gewinnt so an gesellschaftspolitischer Relevanz.

25.10.2014 16:00-22:00 Uhr, Marktplatz Innsbruck

Tiroler Naturschatzfest

Unsere Natur ist unter Druck. Tirol weit ist ein Angriff auf unberührte Bäche und Seen, Hochtäler und Berge geplant. Umwelt-, Naturschutzverbände und Alpine Vereine veranstalteten diesen Aktionstag und traten gemeinsam mit Künstlern auf, um die derzeitige Schräglage der Naturpolitik in Tirol aufzuzeigen und diese Informationen der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Es wurde dem Naturschutz damit eine starke Stimme und Bühne mitten in Innsbruck gegeben.

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19.-20.06.2013, Wanderung Platzertal

Infowanderung mit WWF Tirol

Pressereise des WWF mit Besichtigung der betroffenen Täler, unter anderem auch den Speichersee Gepatsch und das Platzertal. Die Information löste ein großes Presse-Echo aus. Deutsch und englisch sprachige Experten informierten über die vermeintlich "grünen" Kraftwerkspläne.

19.04.2013 20:00 Uhr, Kultursaal Fiss

Filmpremiere im Fluss des Lebens

Filmvorführung mit Vortrag und anschließendem Publikumsgespräch mit der Filmemacherin Margit Atzler.

Informationen bei Martin Walzthöni:
0664/460 91 67.
Eintritt: WK 9.- / AK 12,-
(WK bei allen Raika-Filialen)

09.06.2012 20:00 Uhr, Gemeindesaal Kaunertal

Veranstaltungshinweis: Vortrag Univ. Doz. Dr. Armin Landmann

(Universität Innsbruck, Institut für Zoologie)

Urnatur und Kulturnatur

Die Ötztaler Alpen als Refugium für Wasser & Stein,
Pflanze & Tier, Tiroler & Touristen.

Das Wildnisareal Ötztaler Alpen stellt das größte zusammenhängende Gletscherareal der gesamten Ostalpen dar. Sein besonders reichhaltiges Gewässernetz mit einer Vielzahl naturbelassener Flüsse und Bäche und sein geologischer und landschaftlicher Formenschatz sind überregionale Kostbarkeiten. Auch für den Schutz seltener und bedrohter Pflanzen und Tiere und als Modellregion für Forschung und nachhaltige Erholung haben die Ötztaler Alpen internationale Bedeutung.

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Bild: ©Tirol Werbung / Aichner Bernhard

14.-25.5.2012, Kaunertal Center

WWF-Ausstellung: Mythos Wasserkraft

Die Wanderausstellung informiert über den Schutz der Flüsse und hinterfragt die „Märchen von der sauberen Wasserkraft“. Wasserkraft ist sauber, klimaneutral und macht Österreich unabhängig von Kohle und Atom. Kaum eine Energiequelle hat ein besseres Image. Erst auf den zweiten Blick wird deutlich: Auch Wasserkraftwerke haben enorme Auswirkungen auf Umwelt, Menschen und Natur. Kraftwerksanlagen jeder Art verschlechtern das Ökosystem Fluss und gefährden dadurch die natürlichen Wasserkreisläufe. Über die Bedeutung und die Bedrohung von Flüssen, informiert die WWF-Ausstellung „Mythos Wasserkraft“. Zwölf künstlerisch gestaltete „Mythen“ in Form großer Tafeln machen auf die Auswirkungen von Wasserkraftwerken auf Flussräume, Tiere und Pflanzen aufmerksam und zeigen nachhaltige Energielösungen auf. Folder downloaden

16.08.2009, bei Nasserein-Alm

TT Wandercup Infostand

Die Veranstaltung des TT Wandercup wurde zur Informationsgebung genützt. Der Verein hat Folder und Plakate verteilt und die Teilnehmer vor Ort aufgeklärt.

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20.06.2009 09:30 Uhr, Wanderung Fernergries

Infowanderung mit Univ.Prof. Dr. Gernot Patzelt

Forschungsschwerpunkte von Herrn Patzelt an der Universität in Innsbruck, sind Gletscher- und Klimageschichtsforschung, Massenbewegungen (Bergstürze, fluviale Sedimentationsereignisse), Historische Natur- und Kulturlandschaftsentwicklung im alpinen Bereich.

Der Hochgebirgsforscher, der das Gebiet genau kennt, hat ca. 100 Personen an Ort und Stelle über die Einzigartigkeit der Naturschönheit im Fernergries informiert.

Exkursionsbericht von Karlheinz Baumgartner

Das Gletschervorfeld erzählt über die Gletscher – und zugleich über die Klima-Geschichte.
Die Landschafts - formende Aktivität des Gletschers in den Etappen seiner Vorstöße und seiner Rückzüge ist jetzt – da sich der Gletscher so weit zurückgezogen hat – mit allen ihren Auswirkungen eine offen liegende Fundgrube für Gletscherforscher, Gletscherfreunde – für alle Menschen, die für die bis ins Heute wirkende Naturgeschichte dieser großartigen Talschaft interessiert sind.

Die Moränen, die Gletscherschliffe, die Vegetation – Hangrutschungen und Steinschläge sind Zeugen des Geschehens. Prof. Patzelt führte uns zu einer Zirbe, die der Gletscher 1769 umgeschoben hat. Ihr Holz ist total gesund – riecht sogar noch nach Zirbe! Der Baum war, wenn ich mich richtig erinnere, schon 300 Jahre alt. Dendrochronologische Untersuchungen können das Alter heute ja exakt feststellen – und die Jahresringe sind einwandfrei in die „Lebenskurfen“ seiner Zeit einpassbar. So ein Baum erzählt einem Wissenschafter von heute viel – seinen Kollegen in 30 – 50 Jahren weiß er wahrscheinlich noch mehr zu berichten – wenn er noch weiterhin da liegen bleiben darf.

Die vom Gletscher modellierten und polierten Felswände und die zu gigantischen Riesenskulpturen gerundeten Elemente der Felslandschaft, die am Grund des Gletschers gelegen hatte, verfärbten sich nach dem Gletscherrückzug, sobald die freie Luft sie erreichen konnte, in Töne von Ocker und Rot – Oxydation ihres Eisengehalts – und in Dunkel-Violett bis Tief-Blau durch Mangan-Oxydationen. Mit scharfen Steinen, die die Eismassen mit ungeheuerem Druck auf die Felsen drückten, schrieb der Gletscher Botschaften in sie, die kein Mensch dekodieren kann. Vergleichbar sind diese Kunstwerke der Natur vielleicht noch mit dem Ayers Rock in Australien – nur das den kein Gletscher überarbeitet hat.

Dieses lebendige Lehrbuch einer jahrhunderte und jahrtausende alten Geschichte darf doch nicht einfach gesprengt und ertränkt werden! Durch einen viele Kilometer langen Stollen sollen pro Sekunde 80 Kubikmeter Wasser aus dem Ötztal – gemeinsam mit dem Gletscherbach und den Wasserfällen rundum - in den Pumpwasser-Speichersee geführt werden, der durch einen Schüttdamm von 170 m Höhe geschaffen werden soll.

„Soll“ eben nicht!!! Absolut nicht!

Schon durch den Stausee weiter vorne im Tal ist eine Landschaft von Almen und ausgedehnten Wäldern von Lärchen, Fichten und vor allem Zirben vernichtet worden. Auch eine so mächtige Firma wie die TIWAG darf sich nicht das Recht nehmen, die Kaunertaler und ihre Gäste dieser grandiosen Natur vollends zu berauben!

Es ist ja nicht so, dass anderswo in Tirol – in Österreich – sowieso noch ähnliche Schätze bestünden. Dem Gepatschferner ist nur noch die Pasterze vergleichbar. Nur diese beiden Gletscher führten ihre Zungen bis in die Waldungen hinunter. Und wenn der Gletscher einmal ganz verschwunden sein wird – welche Tourismus-Zampanos werden dann noch Gäste ins Tal locken können – wenn auch der Sommertourismus nichts mehr zu bieten hat?!

Am Tigris scheint sich nun das Blatt endgültig zugunsten der Einfühlsamen und Vernünftigen zu wenden. Das herrliche Flusstal und die Seitentäler in der Nähe von Hasankeyf, die ganze phantastische Kultur- und Naturlandschaft kann vorsichtig aufatmen! Der Verzicht Deutschlands auf dieses verlockende Geschäft ist, wie D.I. Uli Eichelmann von Eca - Watch schreibt, das allererste Beispiel dafür, dass die Exportwirtschaft aus humanitären, ökologischen und kulturellen Gründen aus einem fix geschlossenen Vertrag wieder aussteigt.


Sind wir in Tirol wirklich so viel gröber, dümmer, unsensibler als die Deutschen und die Anatolier?

 

Prof. Patzelt ist bereit, eine ähnliche Exkursion auch im Herbst anzubieten.
Da würde ich allen meinen Arbeitskreis-Freunden empfehlen, teilzunehmen!

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