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"Brief an Tirol"

Aug
12

Lesenswerter "Brief an Tirol" von Johannes Maria Staud (auf der Seite von Markus Wilhelm):
"Statt um die Zukunft des Landes geht es den Verantwortlichen nur um ihren Profit [...]"

>> dieTiwag.org

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Blowing in the wind

Aug
01

Naht das Ende der umstrittenen Pumpspeicherkraftwerke (Teil II)?
>> New York Times

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Terra X - ZDF: Gefahr aus den Bergen

Jul
07

In den vergangenen Jahren ereignen sich in den Alpen immer häufiger Felsstürze und Steinlawinen - oft in der Nähe dicht besiedelter Touristenregionen. Terra X geht dem Phänomen auf die Spur, das die Hochgebirge der Welt zunehmend ins Wanken bringt.

Diese Dokumentation zeigt unter anderem auch Permafrostforscher, die oberhalb des Gepatschspeichers, die als kritisch eingestufte Situation an der Bliggspitze untersuchen. Die Forscher befürchten, dass dort mehr als eine halbe Million Kubikmeter Fels in Bewegung geraten könnte.


>> zum Film in voller Länge


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Tiwag Cross-Border-Deals

Jun
22

Im Zusammenhang mit den umstrittenen Cross-Border-Verträgen haften die Tiroler laut Medienberichten mit 269.495.420,03 Euro für die Tiwag. Tendenz steigend.

Tiroler Tageszeitung

dieTiwag.org

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Werner Gfall ist Vizebürgermeister

Jun
13
Blog: 

Nachdem sich kein anderer Gemeinderat für die Position des Vizebürgermeister zur Verfügung gestellt hatte, wurde Werner Gfall bei der Gemeinderatssitzung am Donnerstag, den 10. Juni als einziger Kandidat mit 10 Stimmen und einer Enthaltung zum Vizebürgermeister gewählt.

Bei der ersten Gemeinderatssitzung nach den Wahlen im März war die Liste Lebenswertes Kaunertal als zweitstärkste Fraktion bei der Funktionsverteilung von den Gemeinderäten der Heimat- und Einheitsliste übergangen worden. Der Wirbel um die von Markus Wilhelm veröffentlichten Dokumente der Agentur Hofherr scheint zumindest einen gewissen Wandel bewirkt zu haben. Allerdings zeigte der Bürgermeister bei der Gemeinderatssitzung am Donnerstag wenig Bereitschaft über die auf dieTiwag.org dokumentierten Vorgänge zu sprechen. Hier muss noch einiges aufgearbeitet werden. Einfach nicht darüber zu sprechen ist definitiv der falsche Weg um das Vertrauen in den Bürgermeister wieder einigermaßen herzustellen. Die angekündigte Einberufung einer Gemeindeversammlung bei der die Thematik rund um das „Sponsor-Sparbuch“, die Wahlkampfunterstützung durch Hofherr und Raichs Tiwag-Nähe aufgearbeitet werden könnten, wartet noch auf einen konkreten Termin.

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Salamitaktik beim Kaunertal-Ausbau

Mai
25

Aktuelle Medienberichte lassen aufhorchen:

Geplant ist eine Erneuerung des Druckschachts und des Wasserschlosses. Der Druckschacht soll künftig einen Durchmesser von 4,30 Meter erhalten. Derzeit sind es 3,30 Meter. Der Druckschacht werde auf einer neuen, wesentlich tieferen Trasse im Berg geführt. Diese Erweiterung sei notwendig, um den Anforderungen einer künftigen Kraftwerkserweiterung zu entsprechen. (Tiroler Tageszeitung)

Der letzte Satz ist besonders interessant. Handelt es sich bei dem Projekt tatsächlich, wie im Artikel dargestellt, um Vorarbeiten zum Ausbauprojekt Kaunertal, dann ist dieses Projekt äußerst bedenklich! Eine Vorwegnahme von Bauarbeiten für ein UVP-pflichtiges Projekt ist nämlich unzulässig.

Auch der ORF berichtet: "Errichtet werden ein Druckschacht und ein Wasserschloss. Damit soll das Kraftwerk auch für eine mögliche Erweiterung fit gemacht werden."

Im Bescheid der Tiroler Landesregierung über die UVP-Pflicht dieses Vorhabens (Geschäftszahl U-5213/7, 23.7.2009) heißt es:

Der antragsgegenständliche "Kraftabstieg neu", bestehend aus Druckschacht und
Wasserschloss, steht mit dem oben genannten Ausbauvorhaben Kaunertal in keinem
unmittelbaren Zusammenhang.

Weiters:

Von einer missbräuchlichen Umgehung der UVP-Pflicht kann daher im gegenständlichen Fall keine Rede sein.

Widersprüchlich dazu ist folgende Passage aus dem gleichen Bescheid:

Da nach dem derzeitigen Planungsstand des Ausbauvorhabens Kaunertal beabsichtigt ist, die künftig zusätzlich gewonnen Wassermengen über den Druckschacht der bestehenden Kraftwerksanlage abzuarbeiten, muss der antragsgegenständliche Druckschacht entsprechend größer dimensioniert werden; andernfalls müsste zu einem späteren Zeitpunkt (nach Genehmigung des Ausbauvorhabens) eine nachträgliche Erweiterung des Druckschachts durchgeführt werden.

Anscheinend ist der Ausbau des Druckschachts und des Wasserschlosses für das Ausbauprojekt Kaunertal notwendig. Dies bestätigen auch die Medienberichte. Das vorliegende Projekt Neubau Druckschacht und Wasserschloss ist als Teil des geplanten Kraftwerksausbaus im Kaunertal zu werten. Die Begründung im Bescheid von 2009 ist nicht schlüssig. Eine neuerliche Prüfung scheint hier im Sinne der Glaubwürdigkeit von Antragsteller und Behörde unumgänglich zu sein.

Im Bescheid beträgt der Durchmesser des Stollens übrigens 4,8 m (TT 4,3 m). Die Menge des Aushubmaterials wurde mit 130.000 Kubikmetern (TT 140.000) angegeben.

Erwähnenswert ist in diesem Zusammenhang auch, dass der Stollen-Verbruch im Bereich des Wasserschlosses im Jahr 1982, bei dem 30.000 Kubikmeter Wasser ausgetreten sind und der das vordere Kaunertal verwüstet hat, offensichtlich keinen Grund für einen Neubau des Wasserschlosses und des Druckschachts dargestellt hat (vgl. dieTiwag.org).

Bescheid U-5213/7 vom 23.7.2009

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Landesumweltanwalt: Stellungnahme zum neuen Pumpspeicherstandort

Mai
25

Innsbruck – Eigentlich müsste er der neuen Kraftwerksvariante im Platzertal grundsätzlich schon skeptisch gegenüberstehen, erklärt Johannes Kostenzer, der Umweltanwalt Tirols. Von dem neuen Projekt erfuhr er nämlich aus den Medien. „Ich hoffe, dass das ein Einzelfall war und bleibt. Ich glaube auch nicht, dass dieser Stil generell Einzug halten wird“, meint Kostenzer.

Die Tiwag müsse sich nämlich genauso strategisch überlegen wie sie potenzielle Kritiker proaktiv informiert und nicht überrumpelt. Wie es eben doch im Platzertal geschehen sei. Bei den vorangegangen Projekten erhielt Kosten­zer noch Informationen. „Wir wussten auch, dass es dort nun ziemliche Schwierigkeiten an den Standorten gibt. Die Bohrungen zeigten wenig stabiles Gelände an, größerer Aufwand ist dort nun notwendig.“ (Tiroler Tageszeitung)

>> Vollständiger Artikel

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Tiwag Variantenentscheidung - Unfähigkeit oder übles Taktieren?

Mai
19

„Wir untersuchen alle drei Varianten. Ziel ist es bis Mitte 2011 alle Ergebnisse zu haben.“ (Tiwag-Projektleiter Wolfgang Stroppa im Bezirksblatt Landeck)

Die aktuelle Variantenentscheidung der Tiwag umfasst mit dem Platzertal inzwischen also drei Varianten! Hatte man die Entscheidung zwischen Fernergries und Taschach ursprünglich für September 2009 angesetzt, so ist nun die Rede von Mitte 2011. Schon seit einem Jahr, so Tiwag-Projektleiter Wolfgang Stroppa (Bezirbsblatt Landeck), arbeite die Tiwag bereits an der neuen Variante im Platzertal. Die seit 2009 genannten Begründungen für die Verschiebung der Variantenentscheidung waren ein früher Wintereinbruch und das Abziehen von Experten für den Kriterienkatalog! Meistens wurde ohne Begründung verschoben. Die neue Variante wurde verheimlicht (vgl. dieTiwag.org).

Jetzt verschiebt sich die Entscheidung um voraussichtlich fast zwei Jahre. Berücksichtigt man frühere Speicherstandorte seit dem Optionenbericht, dann benötigt die Tiwag voraussichtlich insgesamt sieben Jahre um überhaupt festzustellen, wo sie denn einen Pumpspeicher für den Kaunertalausbau errichten könnte.

Das ganze Situation ist auch insofern erstaunlich, als dass die Tiwag, zumindest hat es in der Öffentlichkeit den Anschein, bestimmte Rahmenbedingungen zuerst gar nicht berücksichtigt hat. Dazu zählen die Wasserrahmenrichtlinie oder Natura 2000. Erst nach bereits jahrelangen Erkundungen im Taschach und Fernergries wird zum Beispiel plötzlich Natura 2000 als wahrscheinliches Ausschluss-Kriterium erkannt:

Nach Rofenache im Ötztal und Rifflsee im Pitztal wurden die Speicherstandorte im Taschachtal sowie Fernergrieß im hinteren Kaunertal aus dem Hut gezaubert. Diese liegen aber in Natura-2000-Gebieten [...](TT, 15.5.2010)

[…] und würden laut den jüngsten geologischen Untersuchungen der Tiwag viel teurer als bisher angenommen. (TT, 15.5.2010)

„Als vorläufiges Ergebnis der fachkundigen Bearbeitung zeigt sich nun, dass beide Standort-Varianten nicht leicht realisierbar sein werden“, berichtet die Tiwag. (TT, 15.5.2010)

Erst spät hat die Tiwag bemerkt, dass die Variantenstandorte Taschach und Fernergries geschützt, zu teuer und nicht realisierbar sind. Warum sonst bräuchte man auch noch eine dritte (bzw. siebte) Variante.

Jetzt geht es weiter mit dem Platzertal - nomen est omen.

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Neue Speichervariante im Platzertal?

Mai
15

Tiroler Tageszeitung: Kaunertal-Kraftwerk: Tiwag lässt mit neuen Plänen aufhorchen

Die möglichen Speicher in Taschach oder Fernergrieß würden Nutzinhalte von jeweils ca. 65 Mio. m³ aufweisen, dies bei Dammhöhen von 145 bis 170 Metern mit Schüttvolumina von fast 16 Mio. m³. Beide Varianten dürften mit den nun vorliegenden Projektprüfungs-Ergebnissen wenig Chance auf Verwirklichung haben. (TT)

Auch der ORF berichtet von der "neuen" Speichervariante:
ORF: TIWAG bringt neue Variante ins Spiel

... und es wäre kein Tiwag-Projekt, hätte das Ganze nicht auch eine äußerst unschöne Optik:
dieTiwag.org: Neuer unmöglicher Speicherstandort: TIWAG tritt völlig überstürzt die Flucht nach vorne an

Der Agentur Hofherr, die jetzt doch zugibt den Wahlkampf von Pepi Raich konzipiert zu haben (TT, 15. Mai 2010), war der neue Speicherstandort seit mindestens Oktober 2009 bekannt. Das erklärt so manches. Zur Erinnerung:


(Ausschnitt Wahlwerbung Heimatliste, Gemeinderatswahl 2010)


(Die Lage des Platzertals, Googleearth)

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