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Nein zu den Ausbauplänen der Tiwag!

Feb
11

Gestern hat sich die TIWAG öffentlich und hoffentlich endgültig von den Speichervarianten Taschach und Fernergries verabschiedet. Schlussendlich hat nun auch die TIWAG einsehen müssen, dass Speicherstandorte in NATURA2000 Gebieten nicht realisierbar sind.

Gleichzeitig mit dem Aus für die Varianten Fernergries und Taschachtal, will sich die Tiwag nun voll auf das Platzertal konzentrieren. Nach jahrelangen Erkundungen und zahlreichen Änderungen präsentiert die Tiwag nun die letzte Ausbauvariante, der man sofort ansieht, dass es sich um den verzweifelten Versuch handelt, den Kaunertalausbau doch noch - und um jeden Preis - voranzutreiben.

Das Projekt wäre für das Kaunertal eine Katastrophe. Das Milliardenprojekt würde dem Kaunertal eine Mega-Großbaustelle bescheren. Sämtliche Transporte und Deponien würden das Kaunertal belasten. Ein Entsandungsbecken mit absurdem Damm im Gepatschspeicher soll Teile der gigantischen Mengen an Aushubmaterial aufnehmen, der größere Teil wird im Tal deponiert. Diverse Stollen sollen vom Kaunertal aus vorgetrieben werden, unter anderem ein wahnwitziger, 6 km langer Erschließungstunnel ins Platzertal.

Die Leidtragenden einer der größten Baustellen Europas würde die Kaunertaler Bevölkerung sein. Eine Großbaustelle in diesen Dimensionen verträgt das Kaunertal nicht!

Lebenswertes Kaunertal lehnt dieses Projekt kategorisch ab und wird sich mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln dagegen wehren!

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Flüsse voller Leben - Bad News

Jan
27

Wie die neue Studie "Ökologischer Zustand der Fließgewässer Österreichs – Perspektiven bei unterschiedlichen Nutzungsszenarien der Wasserkraft" der Universität für Bodenkultur beweist, bringen neue Wasserkraftwerke die an sich schon stark genutzten Fließgewässer an den Rand des Kollaps.


Flüsse-voller-Leben.at

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Frohe Weihnachten und ein gutes neues Jahr

Dez
24

Lebenswertes Kaunertal wünscht

frohe Weihnachten und ein gutes neues Jahr!

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Offener Brief an die TIWAG

Nov
26

Betreff: Offener Brief an die Tiroler Wasserkraft AG

z.H. des Vorstandsvorsitzenden der TIWAG-Tiroler Wasserkraft AG, Dr. Bruno
Wallnöfer

Sehr geehrter Herr Wallnöfer,

die Tiwag plant in unserem Tal eine der größten Baustellen Europas. Das Kaunertal wäre im Falle eines Ausbaus des Kaunertalkraftwerks, unabhängig von der Speichervariante, bei weitem am stärksten von den negativen Auswirkungen dieses Großprojekts betroffen.

Am 21. Oktober hat sich die Gemeinde Kaunertal einstimmig gegen die Speichervariante Fernergries ausgesprochen. Seitdem ist bereits mehr als ein Monat vergangen und offensichtlich ist die Tiwag nicht bereit, diesen Beschluss der Gemeinde Kaunertal zu kommentieren. Daher fordern wir Sie hiermit zu einer Stellungnahme zu diesem Gemeinderatsbeschluss auf. Setzen Sie der Speichervariante Fernergries offiziell ein Ende und erklären Sie, warum die Tiwag bis dato nicht auf diesen Grundsatzbeschluss reagiert hat.

Mit freundlichen Grüßen

Obfrau Anita Hofmann,
für den Verein Lebenswertes Kaunertal
ZVR-Zahl 503040112

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Kaunertaler Gemeinderat einstimmig gegen den Speicherstandort Fernergries

Okt
21

Bei der Kaunertaler Gemeinderatssitzung am 21. Oktober wurde auf Antrag der Liste Lebenswertes Kaunertal über die Position der Gemeinde zum Speicherstandort Fernergries abgestimmt. Das Ergebnis könnte nicht eindeutiger sein, denn die Gemeinderäte aller Listen stimmten geschlossen gegen den Speicherstandort Fernergries.

Die Tiwag ist nun gefordert diese einstimmige Entscheidung zu akzeptieren und die notwendigen Konsequenzen zu ziehen, in dem sie die unsägliche Speichervariante Fernergries offiziell und endgültig ad acta legt.

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Platzertal

Okt
10

Die Tiwag hat mit den geologischen Erkundungen im Platzertal begonnen. Am oberen Ende der Tscheywiesen wird das Material gelagert, auf den Wiese parken die Autos der Baufirmen. Der Weg ins Platzertal, der seit Jahrzehnten für Vieh- und Almtransporte genutzt wird, wird jetzt von der Tiwag für große Fahrzeuge erweitert (vgl. hier).

Am Beginn des Platzertals steht die inzwischen stark verfallene Aufbereitungsanlage der historischen Bergwerksanlage. Im flachen Talboden dahinter steht die gepflegte Platzalm in der anscheinend auch einige der Erkundungs-Arbeiter untergebracht werden. Im hinteren Teil des Tals, am Osthang, steht auf ca. 2500m das alte Berghaus an dessen Instandsetzung der Bergwerksverein seit heuer wieder verstärkt arbeitet. Der geplante Stausee würde übrigens nur wenige Meter unterhalb des Berghauses liegen.

Im Platzertal verteilt befinden sich im Moment circa 15 bis 20 Container der Erkundungsfirmen. Ein Hubschrauber fliegt pausenlos mit Material von der Tscheywiese ins Tal, mehrere Bohrgeräte sind Tag und Nacht im Einsatz.

Die Tiwag will im Platzertal einen Stausee mit 120m hohem Damm errichten. Im Pumpbetrieb würde Wasser vom Gepatschspeicher ins Platzertal gepumpt werden, um dann im neuen Kraftwerk am Fuß des Gepatschspeichers abgearbeitet zu werden. Aus 10 Einheiten Pumpstrom werden bei diesem Vorgang nur 7 Einheiten Strom "erzeugt", es entsteht also ein Stromverlust von ca. 30 Prozent. Der Pumpstrom, der größtenteils von Kohle- und Atomkraftwerken stammt, muss dazu noch größtenteils aus dem Ausland importiert werden. Die Möglichkeit zum Stromgewinn aus natürlichem Zufluss ist im Platzertal verschwindend gering.

Neben Taschachtal und Fernergries ist das Platzertal die dritte der noch aktuellen Speichervarianten für den Kaunertalausbau. Lebenswertes Kaunertal steht auch der Speichervariante Platzertal äußerst kritisch gegenüber, nicht zuletzt weil der Haupteil der Belastungen eines Ausbaus das Kaunertal tragen würde, unabhängig von der schlussendlich bevorzugten Pumpspeichervariante. Bei der Variante Platzertal wäre ein zusätzlicher Erschließungsstollen von 6 Kilometern Länge vorgesehen, geeignet für schweres Gerät. Ein Erschließungsstollen hätte auch eine Verlängerung der Bauzeit auf 10 Jahre zur Folge. Größtenteils vorgetrieben würde dieser Stollen vom Kaunertal aus, genauso wie die Überleitungsstollen aus dem Ötztal und die Triebwasser-/Pumpstollen von und zu den Pumpspeichern. Das hieße auch, dass alle schweren Maschinen und Materialtransporte durch das Kaunertal geführt werden müssten. Es ist zudem fraglich, ob die rutschgefährdeten Talflanken des Gepatschspeichers das stark veränderte Stauverhalten und die zusätzlichen Wassermassen aus dem Ötztal überhaupt verkraften würden.

Foto-Impressionen aus dem Platzertal:
(Zum Vergrößern anklicken)

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Gemeinderatssitzung, am 15.9.2010

Sep
16

Bei der “Grundsatzdiskussion” im Gemeinderat, am 15. September hat der Kaunertaler Gemeinderat mit 6:5 dagegen gestimmt, dass auf dem Gebiet der Katastralgemeinde Kaunertal kein weiterer Speicher errichtet werden soll. Die Grundsatzdiskussion selbst war in wenigen Minuten beendet, nachdem einige Gemeinderäte kurze Statements abgegeben hatten. Lebenswertes Kaunertal ist strikt gegen das Ausbauprojekt der Tiwag, zwei der drei Vertreter der Einheitsliste bekannten sich offen zum Ausbau. Eine klare Stellungnahme zur Haltung der Heimatliste zum Kraftwerk gab es nicht und von einer Grundsatzdiskussion kann man nicht einmal ansatzweise sprechen. Es wurden keine Argumente vorgebracht, die möglichen Vor- und Nachteile nicht erörtert - anscheinend wollen Einheitsliste und Heimatliste nicht wirklich über das Thema Kraftwerksausbau diskutieren.

Den Ausgang der geheimen Abstimmung konnte man schon erahnen, nachdem BM Raich betonte, es handle sich um die Abstimmung über einen Speicher auf dem Gebiet der Katastralgemeinde im Allgemeinen und nicht um eine Abstimmung über den Speicherstandort Fernergries. Vize-BM Werner Gfall hatte Pepi Raich kurz davor an das abgegeben Wahlversprechen bei der GR-Wahl 2010 erinnert. Im Wahlkampf hatte sich die Heimatliste klar gegen die Speichervariante Fernergries deklariert. Von dem Vorschlag die Abstimmung auf das Fernergries einzuschränken wollte Raich bezeichnenderweise nichts wissen. Mit solchen Spitzfindigkeiten will man eine klare Positionierung umgehen. Ähnliche Strategien kennt man von der Tiwag. Für die nächste GR-Sitzung wird LWK einen Antrag auf eine Abstimmung über den Speicherstandort Fernergries einbringen.

Ein weiterer Punkt auf der Tagesordnung war die Entscheidung zum Thema Sondierstollen Klasgarten. Zu dem Verhalten bei der Abstimmung zum Speicher passt gut, dass man auch hier durch eine Zustimmung der Tiwag Tür und Tor öffnet und die Position der Gemeinde schwächt. Bei einer informellen Zusammenkunft zum weiteren Verhalten der Gemeinde zum Thema Erkundungsstollen waren die Gemeinderäte der Einheits- und Heimatliste vor kurzem von der ursprünglich vereinbarten Haltung abgekommen, nachdem die Tiwag eine verkürzte Variante des Stollens angekündigt hatte. Die ursprüngliche Vereinbarung lautete dahin gehend, dass man den Sondierstollen so lange verzögert, bis die Tiwag endlich die vor Monaten angekündigte Entscheidung über die Speichervariante präsentiert. Dieser Richtungswandel und das vorzeitige Nachgeben ermöglicht der Tiwag die Durchführung einer der letzten Untersuchungen die für eine Einreichung des Projekts benötigt werden.

Dazu kommt, dass die Tiwag ursprünglich behauptet hat, der Sondierstollen Klasgarten stehe nicht im Zusammenhang mit der Variante Fernergries. Bei der jetzt eingereichten verkürzten Stollenvariante will die Tiwag aber auf genau den Bereich verzichtet haben, der einer Erkundung der Fernergries-Variante gedient hätte. Das braucht man nicht weiter zu kommentieren.

In Summe ist der Verein Lebenswertes Kaunertal erschüttert über die Ergebnisse dieser Gemeinderatssitzung. Das Tiwag-freundliche Verhalten stimmt nachdenklich. Auch die Tatsache, dass die Heimatliste um BM Raich die Möglichkeit für einen weiteren Speicherstandort offen halten will, macht stutzig.

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Entscheidung Klasgarten

Aug
22
Blog: 

Bekanntlich sind die Talflanken des Gepatschspeichers in mehreren Bereichen rutschgefährdet und werden seit der gefährlichen Hangsetzung von 1964 permanent überwacht. Den Stollen Klasgarten braucht die Tiwag, um feststellen zu können, ob das stark geänderte Stauverhalten im Pumpspeicherbetrieb mit den auch so schon bedenklichen geologischen Gegebenheiten verträglich ist.

Im Vorfeld der Verhandlungen über die wasserrechtliche, forstrechtliche und naturschutzrechtliche Bewilligung des Sondierstollens, beschlossen die Kaunertaler Gemeinderäte aller drei Listen im Mai gemeinsam den geplanten Stollen zu beeinspruchen!

Bei ersten Gesprächen und Informationen hat die Tiwag einen Zusammenhang des Probestollens mit der Speichervariante Fernergries stets dementiert! Nach einem Treffen des Gemeindevorstands mit der Tiwagführung Anfang August in Innsbruck, war nun die Tiwag plötzlich bereit den Stollen zu verkürzen und gab überraschenderweise zu, dass der hintere Teil des Stollens doch für die Erkundung des Triebwasserweges Fernergries genutzt worden wäre! Bis dahin hatte die Tiwag, wie bereits erwähnt, einen Zusammenhang zwischen Erkundungsstollen Klasgarten und Speichervariante Fernergries stets dementiert. Dieser Teil des Stollens soll nun wegfallen.

Der Gemeinderat stimmte am Dienstag darüber ab, ob die Gemeinde, wie ursprünglich vereinbart (vgl. Bezirksblatt Landeck vom Mai), gegen den von der Tiwag geplanten Erkundungsstollen im Klasgarten Einspruch erheben wird! Das Ergebnis der Abstimmung lautete 7:4. Das bedeutet grünes Licht für die Tiwag und freie Bahn für die nächste Baustelle im Kaunertal. Es ist davon auszugehen, dass die Tiwag in Kürze mit den Bauarbeiten beginnen wird. Das Ausbruchmaterial wird im Bereich des Steinbruchs Versetz deponiert.

Derzeit sind also drei Speichervarianten im Spiel, nämlich Taschachtal, Fernergries und Platzertal. Laut Aussagen der Tiwag sei der Speicher Taschachtal auf Grund der Geologie nur schwer zu verwirklichen und für das Platzertal gibt es noch keine ausreichenden geologischen Befunde. Dieser würde zudem einen 6 Kilometer langen Erschließungstunnel benötigen. Damit ist die Speichervariante Fernergries derzeit die wahrscheinlichste.

Der Verein Lebenswertes Kaunertal lehnt den Ausbau des Kaunertalkraftwerks und den Probe- und Sondierstollen kategorisch ab. Die Eingriffe in die Natur sind viel zu massiv und die Mammutbaustelle würde den Tourismus im Kaunertal für Jahre lahmlegen und dauerhaft schädigen.

Die Tiwag braucht den Sondierstollen Klasgarten für ihre letzten Erkundungen und will dadurch feststellen, ob sie die Betriebsweise des jetzigen Speichers in ein Pumpspeicherkraftwerk ändern kann. Das „Ja“ der Gemeinde zum Sondierstollen öffnet der Tiwag Tür und Tor für einen Ausbau!

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Haflingerspuren im Natura 2000 Gebiet?

Aug
17

Die umstrittenen geologischen Erkundungen der Tiwag im Kaunertal, die seit 2009 im Gange sind, haben im Natura 2000 Gebiet deutliche Spuren hinterlassen.

("Dialog und Begegnung", Tiwag)

(Haflingerspuren?, Fernergries, Natura 2000 Gebiet, August 2010)

Bagger im NATURA 2000 Gebiet>

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