Speichervariante

Kaunertaler Gemeinderat einstimmig gegen den Speicherstandort Fernergries

Okt
21

Bei der Kaunertaler Gemeinderatssitzung am 21. Oktober wurde auf Antrag der Liste Lebenswertes Kaunertal über die Position der Gemeinde zum Speicherstandort Fernergries abgestimmt. Das Ergebnis könnte nicht eindeutiger sein, denn die Gemeinderäte aller Listen stimmten geschlossen gegen den Speicherstandort Fernergries.

Die Tiwag ist nun gefordert diese einstimmige Entscheidung zu akzeptieren und die notwendigen Konsequenzen zu ziehen, in dem sie die unsägliche Speichervariante Fernergries offiziell und endgültig ad acta legt.

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Platzertal

Okt
10

Die Tiwag hat mit den geologischen Erkundungen im Platzertal begonnen. Am oberen Ende der Tscheywiesen wird das Material gelagert, auf den Wiese parken die Autos der Baufirmen. Der Weg ins Platzertal, der seit Jahrzehnten für Vieh- und Almtransporte genutzt wird, wird jetzt von der Tiwag für große Fahrzeuge erweitert (vgl. hier).

Am Beginn des Platzertals steht die inzwischen stark verfallene Aufbereitungsanlage der historischen Bergwerksanlage. Im flachen Talboden dahinter steht die gepflegte Platzalm in der anscheinend auch einige der Erkundungs-Arbeiter untergebracht werden. Im hinteren Teil des Tals, am Osthang, steht auf ca. 2500m das alte Berghaus an dessen Instandsetzung der Bergwerksverein seit heuer wieder verstärkt arbeitet. Der geplante Stausee würde übrigens nur wenige Meter unterhalb des Berghauses liegen.

Im Platzertal verteilt befinden sich im Moment circa 15 bis 20 Container der Erkundungsfirmen. Ein Hubschrauber fliegt pausenlos mit Material von der Tscheywiese ins Tal, mehrere Bohrgeräte sind Tag und Nacht im Einsatz.

Die Tiwag will im Platzertal einen Stausee mit 120m hohem Damm errichten. Im Pumpbetrieb würde Wasser vom Gepatschspeicher ins Platzertal gepumpt werden, um dann im neuen Kraftwerk am Fuß des Gepatschspeichers abgearbeitet zu werden. Aus 10 Einheiten Pumpstrom werden bei diesem Vorgang nur 7 Einheiten Strom "erzeugt", es entsteht also ein Stromverlust von ca. 30 Prozent. Der Pumpstrom, der größtenteils von Kohle- und Atomkraftwerken stammt, muss dazu noch größtenteils aus dem Ausland importiert werden. Die Möglichkeit zum Stromgewinn aus natürlichem Zufluss ist im Platzertal verschwindend gering.

Neben Taschachtal und Fernergries ist das Platzertal die dritte der noch aktuellen Speichervarianten für den Kaunertalausbau. Lebenswertes Kaunertal steht auch der Speichervariante Platzertal äußerst kritisch gegenüber, nicht zuletzt weil der Haupteil der Belastungen eines Ausbaus das Kaunertal tragen würde, unabhängig von der schlussendlich bevorzugten Pumpspeichervariante. Bei der Variante Platzertal wäre ein zusätzlicher Erschließungsstollen von 6 Kilometern Länge vorgesehen, geeignet für schweres Gerät. Ein Erschließungsstollen hätte auch eine Verlängerung der Bauzeit auf 10 Jahre zur Folge. Größtenteils vorgetrieben würde dieser Stollen vom Kaunertal aus, genauso wie die Überleitungsstollen aus dem Ötztal und die Triebwasser-/Pumpstollen von und zu den Pumpspeichern. Das hieße auch, dass alle schweren Maschinen und Materialtransporte durch das Kaunertal geführt werden müssten. Es ist zudem fraglich, ob die rutschgefährdeten Talflanken des Gepatschspeichers das stark veränderte Stauverhalten und die zusätzlichen Wassermassen aus dem Ötztal überhaupt verkraften würden.

Foto-Impressionen aus dem Platzertal:
(Zum Vergrößern anklicken)

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Gemeinderatssitzung, am 15.9.2010

Sep
16

Bei der “Grundsatzdiskussion” im Gemeinderat, am 15. September hat der Kaunertaler Gemeinderat mit 6:5 dagegen gestimmt, dass auf dem Gebiet der Katastralgemeinde Kaunertal kein weiterer Speicher errichtet werden soll. Die Grundsatzdiskussion selbst war in wenigen Minuten beendet, nachdem einige Gemeinderäte kurze Statements abgegeben hatten. Lebenswertes Kaunertal ist strikt gegen das Ausbauprojekt der Tiwag, zwei der drei Vertreter der Einheitsliste bekannten sich offen zum Ausbau. Eine klare Stellungnahme zur Haltung der Heimatliste zum Kraftwerk gab es nicht und von einer Grundsatzdiskussion kann man nicht einmal ansatzweise sprechen. Es wurden keine Argumente vorgebracht, die möglichen Vor- und Nachteile nicht erörtert - anscheinend wollen Einheitsliste und Heimatliste nicht wirklich über das Thema Kraftwerksausbau diskutieren.

Den Ausgang der geheimen Abstimmung konnte man schon erahnen, nachdem BM Raich betonte, es handle sich um die Abstimmung über einen Speicher auf dem Gebiet der Katastralgemeinde im Allgemeinen und nicht um eine Abstimmung über den Speicherstandort Fernergries. Vize-BM Werner Gfall hatte Pepi Raich kurz davor an das abgegeben Wahlversprechen bei der GR-Wahl 2010 erinnert. Im Wahlkampf hatte sich die Heimatliste klar gegen die Speichervariante Fernergries deklariert. Von dem Vorschlag die Abstimmung auf das Fernergries einzuschränken wollte Raich bezeichnenderweise nichts wissen. Mit solchen Spitzfindigkeiten will man eine klare Positionierung umgehen. Ähnliche Strategien kennt man von der Tiwag. Für die nächste GR-Sitzung wird LWK einen Antrag auf eine Abstimmung über den Speicherstandort Fernergries einbringen.

Ein weiterer Punkt auf der Tagesordnung war die Entscheidung zum Thema Sondierstollen Klasgarten. Zu dem Verhalten bei der Abstimmung zum Speicher passt gut, dass man auch hier durch eine Zustimmung der Tiwag Tür und Tor öffnet und die Position der Gemeinde schwächt. Bei einer informellen Zusammenkunft zum weiteren Verhalten der Gemeinde zum Thema Erkundungsstollen waren die Gemeinderäte der Einheits- und Heimatliste vor kurzem von der ursprünglich vereinbarten Haltung abgekommen, nachdem die Tiwag eine verkürzte Variante des Stollens angekündigt hatte. Die ursprüngliche Vereinbarung lautete dahin gehend, dass man den Sondierstollen so lange verzögert, bis die Tiwag endlich die vor Monaten angekündigte Entscheidung über die Speichervariante präsentiert. Dieser Richtungswandel und das vorzeitige Nachgeben ermöglicht der Tiwag die Durchführung einer der letzten Untersuchungen die für eine Einreichung des Projekts benötigt werden.

Dazu kommt, dass die Tiwag ursprünglich behauptet hat, der Sondierstollen Klasgarten stehe nicht im Zusammenhang mit der Variante Fernergries. Bei der jetzt eingereichten verkürzten Stollenvariante will die Tiwag aber auf genau den Bereich verzichtet haben, der einer Erkundung der Fernergries-Variante gedient hätte. Das braucht man nicht weiter zu kommentieren.

In Summe ist der Verein Lebenswertes Kaunertal erschüttert über die Ergebnisse dieser Gemeinderatssitzung. Das Tiwag-freundliche Verhalten stimmt nachdenklich. Auch die Tatsache, dass die Heimatliste um BM Raich die Möglichkeit für einen weiteren Speicherstandort offen halten will, macht stutzig.

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Landesumweltanwalt: Stellungnahme zum neuen Pumpspeicherstandort

Mai
25

Innsbruck – Eigentlich müsste er der neuen Kraftwerksvariante im Platzertal grundsätzlich schon skeptisch gegenüberstehen, erklärt Johannes Kostenzer, der Umweltanwalt Tirols. Von dem neuen Projekt erfuhr er nämlich aus den Medien. „Ich hoffe, dass das ein Einzelfall war und bleibt. Ich glaube auch nicht, dass dieser Stil generell Einzug halten wird“, meint Kostenzer.

Die Tiwag müsse sich nämlich genauso strategisch überlegen wie sie potenzielle Kritiker proaktiv informiert und nicht überrumpelt. Wie es eben doch im Platzertal geschehen sei. Bei den vorangegangen Projekten erhielt Kosten­zer noch Informationen. „Wir wussten auch, dass es dort nun ziemliche Schwierigkeiten an den Standorten gibt. Die Bohrungen zeigten wenig stabiles Gelände an, größerer Aufwand ist dort nun notwendig.“ (Tiroler Tageszeitung)

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Tiwag Variantenentscheidung - Unfähigkeit oder übles Taktieren?

Mai
19

„Wir untersuchen alle drei Varianten. Ziel ist es bis Mitte 2011 alle Ergebnisse zu haben.“ (Tiwag-Projektleiter Wolfgang Stroppa im Bezirksblatt Landeck)

Die aktuelle Variantenentscheidung der Tiwag umfasst mit dem Platzertal inzwischen also drei Varianten! Hatte man die Entscheidung zwischen Fernergries und Taschach ursprünglich für September 2009 angesetzt, so ist nun die Rede von Mitte 2011. Schon seit einem Jahr, so Tiwag-Projektleiter Wolfgang Stroppa (Bezirbsblatt Landeck), arbeite die Tiwag bereits an der neuen Variante im Platzertal. Die seit 2009 genannten Begründungen für die Verschiebung der Variantenentscheidung waren ein früher Wintereinbruch und das Abziehen von Experten für den Kriterienkatalog! Meistens wurde ohne Begründung verschoben. Die neue Variante wurde verheimlicht (vgl. dieTiwag.org).

Jetzt verschiebt sich die Entscheidung um voraussichtlich fast zwei Jahre. Berücksichtigt man frühere Speicherstandorte seit dem Optionenbericht, dann benötigt die Tiwag voraussichtlich insgesamt sieben Jahre um überhaupt festzustellen, wo sie denn einen Pumpspeicher für den Kaunertalausbau errichten könnte.

Das ganze Situation ist auch insofern erstaunlich, als dass die Tiwag, zumindest hat es in der Öffentlichkeit den Anschein, bestimmte Rahmenbedingungen zuerst gar nicht berücksichtigt hat. Dazu zählen die Wasserrahmenrichtlinie oder Natura 2000. Erst nach bereits jahrelangen Erkundungen im Taschach und Fernergries wird zum Beispiel plötzlich Natura 2000 als wahrscheinliches Ausschluss-Kriterium erkannt:

Nach Rofenache im Ötztal und Rifflsee im Pitztal wurden die Speicherstandorte im Taschachtal sowie Fernergrieß im hinteren Kaunertal aus dem Hut gezaubert. Diese liegen aber in Natura-2000-Gebieten [...](TT, 15.5.2010)

[…] und würden laut den jüngsten geologischen Untersuchungen der Tiwag viel teurer als bisher angenommen. (TT, 15.5.2010)

„Als vorläufiges Ergebnis der fachkundigen Bearbeitung zeigt sich nun, dass beide Standort-Varianten nicht leicht realisierbar sein werden“, berichtet die Tiwag. (TT, 15.5.2010)

Erst spät hat die Tiwag bemerkt, dass die Variantenstandorte Taschach und Fernergries geschützt, zu teuer und nicht realisierbar sind. Warum sonst bräuchte man auch noch eine dritte (bzw. siebte) Variante.

Jetzt geht es weiter mit dem Platzertal - nomen est omen.

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Neue Speichervariante im Platzertal?

Mai
15

Tiroler Tageszeitung: Kaunertal-Kraftwerk: Tiwag lässt mit neuen Plänen aufhorchen

Die möglichen Speicher in Taschach oder Fernergrieß würden Nutzinhalte von jeweils ca. 65 Mio. m³ aufweisen, dies bei Dammhöhen von 145 bis 170 Metern mit Schüttvolumina von fast 16 Mio. m³. Beide Varianten dürften mit den nun vorliegenden Projektprüfungs-Ergebnissen wenig Chance auf Verwirklichung haben. (TT)

Auch der ORF berichtet von der "neuen" Speichervariante:
ORF: TIWAG bringt neue Variante ins Spiel

... und es wäre kein Tiwag-Projekt, hätte das Ganze nicht auch eine äußerst unschöne Optik:
dieTiwag.org: Neuer unmöglicher Speicherstandort: TIWAG tritt völlig überstürzt die Flucht nach vorne an

Der Agentur Hofherr, die jetzt doch zugibt den Wahlkampf von Pepi Raich konzipiert zu haben (TT, 15. Mai 2010), war der neue Speicherstandort seit mindestens Oktober 2009 bekannt. Das erklärt so manches. Zur Erinnerung:


(Ausschnitt Wahlwerbung Heimatliste, Gemeinderatswahl 2010)


(Die Lage des Platzertals, Googleearth)

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Speichervariante: Die unendliche Geschichte

Mär
18

„Die Würfel fallen im April oder spätestens im Mai“ (TT), hieß es noch Ende Februar. Jetzt gibt es eine erneute Verschiebung der Entscheidung über die bevorzugte Speichervariante. War im Herbst noch unter anderem der überraschende Winterbeginn für die Verzögerungen verantwortlich, ist es jetzt der Kriterienkatalog des Landes, für den "Spitzenkräfte" abgezogen werden müssen, die jetzt, laut Tiwag-Projektleiter Stroppa, bei der Beurteilung der Speichervariante fehlen. Somit ist frühestens im Mai mit einer Entscheidung zu rechnen.

"Dann soll mit der konkreten Einreichplanung für das UVP-Verfahren begonnen werden" (Bezirksblatt Landeck 11). Bei dieser Gelegenheit ist zu erwähnen, dass schon spätestens im Mai 2008 Fachgutachten für eine UVE begonnen wurden, zum Beispiel ein Gutachten über den Feststoffhaushalt. Die Variante Fernergries wurde der Öffentlichkeit erst Monate später, im Oktober 2008 präsentiert.


Die UVE soll nun statt bisher Ende 2010 bzw. Anfang 2012, erst Ende 2012 eingereicht werden.

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Gemeinderatswahl 2010: Knapp an der Sensation vorbei

Mär
14

Die Gemeinderatswahlen 2010 sind geschlagen und haben einige Überraschungen gebracht. Das (inoffizielle) Wahlergebnis für das Kaunertal lautet wie folgt:

Heimatliste 5 Mandate, 178 Stimmen, 40,18 %
Lebenswertes Kaunertal 3 Mandate, 140 Stimmen, 31,60 %
Einheitsliste 3 Mandate, 125 Stimmen, 28,22 %

Bürgermeisterwahl :

Werner Gfall (Lebenswertes Kaunertal) 36,49 % 158 Stimmen
Pepi Raich (Heimatliste) 63,51 % 275 Stimmen

Stimmenverteilung:

Mandatsverteilung:

Das Ergebnis ist ein großer Erfolg für die Liste Lebenswertes Kaunertal, die bei ihrem ersten Antreten auf Anhieb 3 Mandate erreichen konnte. Eine Sensation wurde nur knapp verpasst. Nur zwei Stimmen haben am Schluss auf das vierte Mandat gefehlt und ein Mandats-Gleichstand mit der Heimatliste wurde somit nur haarscharf verpasst.

Speziell bei der Wahl des Bürgermeisters dürfte der überraschende Sinneswandel bei der Heimatliste von Pepi Raich wahlentscheidend gewesen sein. Pepi Raichs klares Bekenntnis zum Kraftwerksausbau hat sich kurz vor der Wahl in eine Kampfansage gegen die Speichervariante Fernergries gewandelt. Die Ursache für den Sinneswandel sind (noch) nicht bekannt, jedoch dürfte er sehr wahrscheinlich den Ausschlag für Pepi Raichs, am Ende doch schwachen Wahlsieg, gewesen sein.


(Ausschnitt Wahlwerbung Heimatliste)

Nein zu " Fernergries"
"Heimatliste Kaunertal " gegen zweiten Stausee
Bgm. Josef Raich und seine Heimatliste wollen keinen zweiten Stausee im Tal - man werde sich dagegen wehren.

(Rundschau, 9. März 2010)

Was auch immer zu dem Meinungswandel bei der Heimatliste und Pepi Raich geführt hat, das Wahlergebnis ist eindeutig: 8 von 11 Mandate gegen den Speicher Fernergries.

Das Wahlergebnis bedeutet eine klare Absage an einen zweiten Speicher im Kaunertal!

Pepi Raich kann den Wählerauftrag sofort umsetzen, indem er als Obmann der Agrargemeinschaft Birgalpe und wiedergewählter Bürgermeister der Gemeinde Kaunertal die Erlaubnis für die geologischen Erkundungen im Fernergries zurückzieht.

Gratulation an Bürgermeister Pepi Raich und alle Mandatare der Heimat- und Einheitsliste!


Ein herzliches Dankeschön an alle Wähler der Liste Lebenswertes Kaunertal!

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Neuer Termin Entscheidung Speichervariante und mehr von BM Pepi Raich

Feb
26

Wieder einmal verkündet Tiwag-Projektleiter Stroppa einen neuen Termin für die Entscheidung der Tiwag über die bevorzugte Speichervariante:

„Die Würfel fallen im April oder spätestens im Mai“, erklärte Projektleiter Wolfgang Stroppa gestern Mittwoch. „In den nächsten ein bis zwei Wochen erwarten wir einen Rohentwurf der bisherigen Bohrungen aus geologischer Sicht. Auch Naturschutzerhebungen stehen demnächst auf dem Terminkalender.“ (TT)

Auch Bürgermeister Pepi Raich meldet sich zu Wort:

Der Bürgermeister ist wenig erfreut über ausufernde Kraftwerksdebatten im Dorf: „Das Projekt war Auslöser für die Kandidatur einer dritten Liste.“

Die Notwendigkeit einer Liste Lebenswertes Kaunertal und die Bürgermeisterkandidatur von Werner Gfall liegen allerdings nicht, wie Pepi Raich glaubt, am Tiwag-Projekt an sich, sondern an der Art wie der Bürgermeister und die meisten Gemeinderäte mit dem Tiwag-Projekt umgegangen sind.

Im April 2009 fand auf Initiative des Vereins ein Treffen mit Bürgermeister Raich statt. Schon damals haben wir Pepi Raich, der sich in dem Gespräch erstmals als Befürworter des Kraftwerksausbaus deklarierte, um eine Informationsveranstaltung zum Thema Tiwag-Projekt gebeten. Im Sommer 2009 hat dann der Verein Lebenswertes Kaunertal die Gemeinde schriftlich aufgefordert, eine Informationsveranstaltung für die Bürger des Tales zu organisieren. Daraus ist freilich nichts geworden. Eine "ausufernde Kraftwerksdebatte" ist sicher nicht das Problem, sondern das Versäumnis seitens des Bürgermeisters, eine sachliche und objektiven Bürgerinformation durchzuführen.

Weiters kommentiert Raich den (un)möglichen Speicherstandort Fernergries:

„Wir müssten also wertvolle Flächen zur Verfügung stellen. Der Speicher würde ja in einem Natura-2000-Gebiet gebaut werden.“

Pepi Raich hat als Obmann der Agrargemeinschaft Birgalpe den geologischen Erkundungen der Tiwag im Fernergries zugestimmt und sich "bereits" im Frühjahr 2009 als Befürworter des Kraftwerksausbaus geoutet. Dass der Bürgermeister neuerdings den Wert eines Natura 2000 Gebietes in der Naturparkgemeinde Kaunertal erkennt ist erfreulich. Aber ist vor der Wahl auch nach der Wahl?

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Entscheidung Speichervariante zum X-ten mal verschoben

Jan
01

... und weiter geht es mit den Verschiebungen und der Heimlichtuerei ...

Beim Kaunertalkraftwerk-Ausbau soll sich bis Mitte 2010 entscheiden, welcher Speicher (Taschach oder Fernergrieß) besser sei. Beide stünden aber in Natura-2000-Gebieten. (TT, am 29.12.2009)

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