Nein zu den Ausbauplänen der Tiwag!

Gestern hat sich die TIWAG öffentlich und hoffentlich endgültig von den Speichervarianten Taschach und Fernergries verabschiedet. Schlussendlich hat nun auch die TIWAG einsehen müssen, dass Speicherstandorte in NATURA2000 Gebieten nicht realisierbar sind.

Gleichzeitig mit dem Aus für die Varianten Fernergries und Taschachtal, will sich die Tiwag nun voll auf das Platzertal konzentrieren. Nach jahrelangen Erkundungen und zahlreichen Änderungen präsentiert die Tiwag nun die letzte Ausbauvariante, der man sofort ansieht, dass es sich um den verzweifelten Versuch handelt, den Kaunertalausbau doch noch - und um jeden Preis - voranzutreiben.

Das Projekt wäre für das Kaunertal eine Katastrophe. Das Milliardenprojekt würde dem Kaunertal eine Mega-Großbaustelle bescheren. Sämtliche Transporte und Deponien würden das Kaunertal belasten. Ein Entsandungsbecken mit absurdem Damm im Gepatschspeicher soll Teile der gigantischen Mengen an Aushubmaterial aufnehmen, der größere Teil wird im Tal deponiert. Diverse Stollen sollen vom Kaunertal aus vorgetrieben werden, unter anderem ein wahnwitziger, 6 km langer Erschließungstunnel ins Platzertal.

Die Leidtragenden einer der größten Baustellen Europas würde die Kaunertaler Bevölkerung sein. Eine Großbaustelle in diesen Dimensionen verträgt das Kaunertal nicht!

Lebenswertes Kaunertal lehnt dieses Projekt kategorisch ab und wird sich mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln dagegen wehren!

Kommentar

AKTIONSBÜNDNIS ÖTZTAL
P r e s s e a u s s e n d u n g

Widerstand wirkt!

Das Ötztaler Wasser bleibt im Tal!

Das Aktionsbündnis Ötztal freut sich, dass die TIWAG die bisher versuchten Speicherstandorte Sulztal, Rofental, Rifflsee, Taschachtal und Fernergrieß aufgrund massiven Widerstandes nunmehr alle endgültig aufgegeben hat.

Der jetzt ins Auge gefasste Ausweichspeicher im Platzertal (60 Prozent weniger Fassungsvermögen als die früheren Varianten) erübrigt erfreulicherweise das zusätzliche Wasser aus dem Ötztal.

Eine geplante Ableitung von 270 Millionen Kubikmeter Wasser (Gurgler Ache und Venter Ache) zur Befüllung eines Speichers von 40 Millionen Kubikmeter Fassungsvermögen wäre wasserwirtschaftlicher Wahnsinn der Extraklasse und würde auch von der Behörde wegen Ressourcenvergeudung niemals genehmigt werden. Das wird auch die TIWAG zur Kenntnis nehmen müssen.

Das Aktionsbündnis Ötztal wird trotzdem wachsam sein und sich wie bereits seit 2004 gegen Wasserableitungen dieser Art mit aller Entschlossenheit zur Wehr setzen.

Erika Holzknecht

für das

Aktionsbündnis Ötztal

Tel. 05253 6172

By christophpraxmarer

In der TT war gestern zu lesen, daß Bürgermeister Gaim von einem zweiten Kaprun träumt!! Realistischer ist wohl ein zweites Longarone, denn der Erschließungsstollen ins Platzertal soll genau dort gebohrt werden, wo sich der instabile Hang befindet!! Die Obergrichtler Bürgermeister können ja voll HIER schreien, denn ihre Gemeindegebiete bekommen von den geplanten Baumaßnahmen so gut wie nichts ab. Das ganze Ausbruchsmaterial ins Versetz
bringen, die erforderlichen Baugerägte und Materialien auf der Kaunertaler Strasse hineinschaffen, den Tourismus abwürgen, aber dafür kommen ja gut 1.000 Bauarbeiter!! Eine öffentliche Vorstellung des Projektes wie in Pfunds hat es hier im Kaunertal nicht gegeben. Wo bleibt der Dialog und die Begegnung?? Man hat die Bauern in Pfunds mit Zuckerl gefüttert, wir waren dabei und haben natürlich unsere Meinung laut zum Ausdruck gebracht. Hans und Brigitte Wille und auch Hubert Patsch vom GKInie.

By Anonymous (nicht registriert)

Jetzt wird das Wahnsinnsprojekt auch noch mit vollmundigen Worten in der TT als Werbung vorgestellt. Alles in Butter, alles wird gaaanz sanft gebaut, es gibt nur mückenschrittlange Distanzen für Massentransporte auf öffentlichen Straßen. Allerdings wird die Hauptbaustelle im Kaunertal gebündelt. Die Pfundser kriegen so gut wie keine Baubelastungen, wie schön für uns!! Die Bevölkerung wird angemessen beteiligt und umfassend unter Dialog und Begegnung informiert!! Wers glaubt, wird selig!!

WERBUNG So, 13.02.2011 | 14:32 UhrAusbau Kaunertal-Kraftwerk: TIWAG präsentiert ausgewogene Gesamtlösung mit Speicherstandort Platzertal
Der für den geplanten Ausbau des Kaunertalkraftwerkes erforderliche
Oberstufenspeicher soll im hinteren Platzertal errichtet werden. (Fotomontage)

„Der Standort Platzertal im Gemeindegebiet von Pfunds erweist sich nach eingehenden geologischen Untersuchungen als der bestgeeignete Standort für einen Oberstufenspeicher und wird daher zur Ausführung vorgeschlagen“, betonen TIWAG-Vorstandsvorsitzender Dr. Bruno Wallnöfer und sein Vorstandskollege DI Alfred Fraidl.

Standort Platzertal: Kleinerer Speicher, größere Fallhöhe

Der Standort Platzertal liegt westlich des Gepatschspeichers auf rund 2300 Metern Seehöhe. Geplant sind ein Speichersee mit einem Nutzinhalt von 42 Mio. m3 und ein Steinschüttdamm mit ca. 120 Metern Höhe sowie einem Schüttvolumen von ca. 7,8 Mio. m3. Der projektierte Speichersee wird zum größten Teil durch Pumpen aus dem Speicher Gepatsch gefüllt.Das gespeicherte Wasser wird in einem neuen Krafthaus beim Staudamm Gepatsch abgearbeitet.

Die Hauptzielsetzung der TIWAG, nämlich die Standsicherheit des Dammes und die Stabilität der Speicherhänge, sind auf Grundlage der festgestellten geologischen Verhältnisse und der vorgesehenen Baumethode (Steinschüttdamm mit innen liegender Dichtung) in höchstem Maße erfüllt. Almgebäude und alte Bergwerksanlagen bleiben erhalten Das bestehende Almgebäude und ein beträchtlicher Teil der Weideflächen würden vom Speicher nicht berührt. Auch das aufgelassene Bergwerk liegt oberhalb des Stauzieles. Unterirdische Erschließung Der Damm kann sehr schonend gebaut werden. Denn die Baustelle soll unterirdisch durch einen Zufahrtstollen vom Staudamm Gepatsch aus erschlossen werden. Daher sind keinerlei zusätzliche Aufschließungswege von Pfunds oder Tösens aus notwendig. Die bestehenden Forst- und Almwege werden durch Bauverkehr nicht belastet.

Auswirkungen auf das Kaunertal

Mit dieser Lösung werden die erforderlichen Anlagenteile auf das Ötztal, das Kaunertal und das Platzertal angemessen verteilt. Es wird kein zweiter Speicher im Kaunertal errichtet. Die Bauarbeiten im Kaunertal werden in einer Hauptbaustelle gebündelt. Aufgrund kurzer Distanzen sind nur wenig Massentransporte auf öffentlichen Straßen erforderlich.

Bevölkerung angemessen beteiligen

Die TIWAG hat die vorgeschlagene Gesamtlösung den wesentlichen Beteiligten und den Gemeindevertretungen in den Projektgemeinden vorgestellt. Nun wird die Bevölkerung im Rahmen des Programms „Dialog und Begegnung“ umfassend informiert. Wallnöfer und Fraidl schlagen den Gemeinden vor, gemeinsam ein „Zukunftspaket“ zu schnüren, das der Bevölkerung in der Region eine angemessene Beteiligung an der Wertschöpfung sichert.

By Anonymous (nicht registriert)

Der projektierte Speichersee im Platzertal soll zum grössten Teil mit Hilfe von Pumpen aus dem Speicher Gepatsch gefüllt werden. Daß diese Pumpen mit billigem (weil hochsubventioniertem) Atomstrom betrieben werden, verheimlicht
die Tiwag der Bevölkerung bzw. wird nur am Rande erwähnt.
Wie gefährlich die Erzeugung von Atomstrom ist, können wir derzeit in Japan live miterleben. Der Bau und Betrieb des Platzertalspeichers ist somit auch eine direkte Förderung der Atomindustrie bzw. Legitimierung der umstrittenen Laufzeitverlängerung der deutschen AKW's. Ob das den Projekt-Befürwortern (in der Tiwag, in der Politik und in Pfunds) bewusst ist, darf bezweifelt werden.

By Ludwig Knabl (nicht registriert)

Erneuerbare Energien, auch regenerative Energien, sind Energien aus Quellen, die sich entweder kurzfristig von selbst erneuern oder deren Nutzung nicht zur Erschöpfung der Quelle beiträgt. Es sind nachhaltig zur Verfügung stehende Energieressourcen, zu denen insbesondere Wasserkraft, Windenergie, solare Strahlung (Sonnenenergie), Erdwärme (Geothermie) und die durch Gezeiten erzeugte Energie zählen.

ATOMKRAFT!!!!

Das Uran wird mit Säuren aus dem aus Uranminen stammenden Erz herausgelöst und zu einem Konzentrat verarbeitet. Bei der Urangewinnung fallen riesige Mengen von radioaktivem Abraum an. Die Schadstoffe bahnen sich ihren Weg in Grundwasser und Nahrungsmittel. Allerdings ist der Urananteil in diesem Konzentrat zu niedrig. Daher muss in Anreicherungsanlagen der Anteil erhöht werden.
Das angereicherte Material wird in Urandioxid umgewandelt und in Brennelemente-Fabriken zu Tabletten gepresst. Diese werden in rund vier Meter lange Brennstäbe gefüllt.

Im AKW werden Urankerne gespalten. Mit der so freigesetzten Energie wird Strom erzeugt. In dem Prozess entsteht ein radioaktiver Cocktail von mehr als 100 Spaltprodukten, darunter das hochgiftige, sehr langlebige Plutonium. Durch Unfälle, Verschleiß oder menschliches Versagen kann Strahlung aus dem AKW in die Umwelt entweichen. Beim größtmöglichen Unfall – Super-GAU – kann der Reaktor explodieren, wie 1986 in Tschernobyl.

Weltweit existiert kein einziges Endlager für hochradioaktive Abfälle. Eine sichere Endlagerstätte für den viele Tausend Jahre strahlenden Müll wird es nie geben. Dennoch produziert die Atomindustrie weiter giftigen Müll. Allein Deutschland produziert jährlich 420 Tonnen hochradioaktive Abfälle.

Österreich ist von zahlreichen grenznahen AKW umgeben (Tschechien, Slowakei, Ungarn, Slowenien, Schweiz, Deutschland), darunter besonders problematische Anlagen wie Temelin, Mochovce oder das in einem Erdbebengebiet gelegene slowenische AKW Krsko.

Kommt da nicht die Frage auf, was ist auf dauer sinnvoller? Denn Beitrag geleistet zu haben, dem Bau von mehreren WASSERKRAFTERKEN (GESUNDE ENERGIE) zu zustimmen, wodurch verhindert wird, dass noch mehr Atomenergie erzeugt werden muss. Oder ist es besser noch mehr Atomenergie zu beziehen, damit in ferner Zukunft unsre Kinder nicht mehr ins Platzertal oder ins Fernergries gehn können, da es durch eine SUPER GAU in TEMELIN ODER in den anderen aktiven Atomkrafwerken (derzeit 216) in Europa gekommen ist!

Allerdings bin Ich auch dafür das man die Bevölkerung genaustens Informiert Wo und Wie gebaut werden sollte, damit man anschließent gemeinsam eine passende Lösung entwickeln kann!

MFG Eure Erneuerbare Energie

By Erneuerbare Energie (nicht registriert)

OHNE die Atom-Pumpspeicherkraftwerke. Und nicht nur im Kaunertal. Das Kaunertal ist schon jetzt die goldene Kuh der Tiwag. Die anderen Kraftwerke gehören ja noch 90 Jahre den Amerikanern.

Warum wird's im Ötztal kein Tiwag Stausee errichtet? Weil's die nicht wollen. Ist ja klar, die leben ja vom Tourismus.

Warum wird das Platzertal vom Kaunertal aus erschlossen. Weil's vom Inntal aus politisch scher durzusetzen wäre.

Die Tiwag soll zuerst bei der bestehenden, exterm gewinnbringeden Anlage (Gepatsch Speicher) für die Kollaudierung, ausreichendes Bachbett, Fluchtwege... sorgen. Dann kann Sie mit den neuen Projekten kommen.

Gut dass nicht alle Kaunertaler Ihre Heimat verkaufen!

By Energie (nicht registriert)

Danke für den Beitrag. In aller Kürze ein paar Denkanstöße:

Auch wir vom Lebenswerten Kaunertal sind, wie hoffentlich die meisten Tiroler (und darüber hianus), für den sofortigen Ausstieg aus der Atomkraft. Bruno Wallnöfer, Tiwag-Vorstand, anscheinend nicht. Bitte hier nachlesen:
http://tt.com/csp/cms/sites/tt/%C3%9Cberblick/Wirtschaft/WirtschaftTirol/WirtschaftTirolContainer/2399047-8/tiwag-soll-raus-aus-atomstrom.csp

Warum? Vielleicht deswegen:
In Tirol verkaufter Tiwag-Strom:
Nuklearantiel laut E-Control: 7,79 %
hier nachlesen: http://www.e-control.at/de/konsumenten/service-und-beratung/toolbox/tarifkalkulator/tarifkalkulator-application?fPage=tk_detail&fDruck=N

Versteckter Atomstrom für Pumpspeicher kommt noch dazu: Genaue Zahlen kenne ich nicht (werden vermutlich geheim gehalten), aber: Pumpstrom wird großteils aus Grundlast bezogen, unter anderem aus Deutschland. Beispiel Grundlastanteile Deutschland: 45% Nuklear, 48% Thermisch (e.g. Kohle, Gas), 6 % Laufkraftwerke.
Gleichzeitig ergeben sich bei Pumpspeicherkraftwerken große Stromverluste durch Leitungsverluste und Verluste beim Hochpumpen (mind. ca. 25-30%). Tirols Pumpspeicher verbrauchen mehr Strom als alle Tiroler Haushalte zusammen! Mit neuen Pumpspeichern steigt der Stromverbrauch. Dafür wird Atomstrom reingewaschen und als "saubere Wasserkraft" teuer ins Ausland verkauft.

Tiwag Atomstrom, siehe auch:
http://www.greenpeace.at/fileadmin/at/dokumente/atom/Atomstrom/Offener_Brief_-_TIWAG.pdf

Tiwagbeteiligung an Atomkraftwerken:
http://www.dietiwag.org/index.php?id=1240

Zum Thema saubere Wasserkraft auch interessant:
http://www.lebenswertes-kaunertal.org/node/562
http://www.dietiwag.org/index.php?id=1690

Ist der Traum von der sauberen Tiroler Wasserkraft schon geplatzt?

hg
Christoph

By Christoph Praxmarer

Die Veranstaltung am Montag den 21. 3. hat mehr als deutlich vor Augen geführt, daß über jede Angst betreffs unsicherer Hänge wie Hochmaiß oder Permafrost Bliggspitze drübergefahren wird und wir alles glauben sollen was uns die Tiwag vormacht. Der einzige Einwand bezüglich Atomausstieg wurde in der TT erwähnt, als ob es allein von Deutschland abhängen würde, den Pumpbetrieb mit Atomstrom durchzuführen. Rundum gibt es AKWs und alle liefern ihre übrige Energie an die Leipziger Strombörse. Aber die Kaunertaler bekommen goldene Eier gelegt von den Eintausend Technikern, die ihre Zelte während der Bauphase im Kaunertal aufschlagen!!
Es wird eine ziemlich teure Baustelle, wenn nur hochbezahlte Techniker am Werk sind, es braucht anscheinend keine Arbeiter für die gewöhnlichen Tätigkeiten. Ein Punkt ist uns allen durchgerutscht, wieviele Arbeitplätze denn nach dem Bau noch bleiben!!

By Brigitte und Ha... (nicht registriert)