Am 17. April trafen sich auf Initiative des Vereins mehrere Vertreter von lebenswertem Kaunertal mit Bürgermeister Pepi Raich. In dem Gespräch kristallisierte sich schon bald die völlig unterschiedliche Haltung zum Tiwag-Projekt heraus. Raich deklarierte sich als klarer Befürworter des Ausbauprojekts der TIWAG. Als Obmann der Agrargemeinschaft Birgalpe hatte er zu diesem Zeitpunkt bereits den inzwischen angelaufenen geologischen Erhebungen im Fernergries zugestimmt. Die Haltung des Bürgermeisters überraschte nicht, erstaunt war der Verein allerdings darüber, dass von Raich eine Vereinsförderung durch die Gemeinde in Aussicht gestellt wurde. Der Bürgermeister selbst empfahl einen Antrag einzubringen und betonte, dass jeder Verein Anspruch darauf hätte, und somit natürlich auch der Verein Lebenswertes Kaunertal. Immerhin hat der Verein inzwischen bereits 171 Mitglieder, 98 davon Kaunertaler Gemeindebürger.
Der Antrag wurde nun bei der Gemeinderatssitzung am 15. Juli abgelehnt. Für den Verein kam diese Entscheidung auf Grund der Vorgeschichte überraschend, war aber mit acht gegen drei Stimmen eindeutig.
In der selben Gemeinderatssitzung wurde übrigens auch über einen Rechtsbeistand entschieden. Dieser soll die Gemeinde bei Verhandlungen mit der Tiwag unterstützen.
Die gleichzeitig mit dem Förderungsantrag eingebrachte Forderung des Vereins nach einer öffentlichen Informationsveranstaltung zum Kaunertalprojekt der Tiwag war bei dieser Gemeinderatssitzung nicht auf der Tagesordnung. Ob dieser Punkt beim nächsten mal aufgenommen wird, ist nicht bekannt.
Zum Herunterladen: Originaltext des Ansuchens auf Vereinsförderung als PDF-Datei
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