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Tiroler Landesregierung geschlossen für weniger Umweltschutz

Jan
27

Die Tiroler Landesregierung hat sich heute beim Bund geschlossen für eine Verkürzung der Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) ausgesprochen (orf.at). Damit kann man leichter über Bevölkerungs- und Naturschutzinteressen drüber fahren.

Die Aufhebung des Moränenschutzes 2007 (vgl. dietiwag.org) war die erste Gesetzesänderung zugunsten der Tiroler Wasserkraft AG.

Die geforderte Verkürzung der UVP soll nun den Ausbau der Wasserkraft weiter vereinfachen und wäre somit eine weitere Gesetzesanpassung für die Tiwag.

Was folgt als nächstes? Abschaffung des Natura 2000 Schutzgebietes? Abschaffung des Ruhegebietes Ötztaler Alpen?

Der Profit der Tiwag ist scheinbar wichtiger als die Erhaltung der Natur und die Interessen der Bevölkerung.

Die Tiroler Landesregierung sollte sich ihrer Aufgabe besinnen und der Tiroler Bevölkerung dienen, und nicht der Tiwag!

Umwelt(!)-Landesrat Gschwentner hat übrigens anscheinend nicht viel Ahnung von den Tiwag Wasserkraft-Plänen wenn er meint es "könnten viele kalorische Kraftwerke beziehungsweise Atomkraftwerke eingespart werden" (TT). Tiwag Pumspeicheranlagen pumpen mit Hilfe von kalorischen und Atomkraftwerken Wasser in höhergelegene Stauseen und verbrauchen dabei 20-25 Prozent mehr Strom als sie dann erzeugen.

Weiterer Kommentare zum Thema: Netzwerk Wasser Osttirol, Maria Scheiber

Posted By Christoph Praxmarer Weiterlesen

Platter fordert Bekenntnis zur Wasserkraft

Jan
20

In einem Artikel in der Tiroler Tageszeitung findet man heute eine Forderung des Tiroler Landeshauptmanns Platter zu einem "Bekenntnis zur Wasserkraft" (zum Artikel):

Unter anderem meint er, ein Bekenntnis zur Wasserkraft würde bedeuten von "'ausländischen Energielieferungen unabhängig zu sein'". Das wirft folgende Fragen auf:

Warum baut die Tiwag dann Pumpspeicherkraftwerke die mit billigen, ausländischem Strom betrieben werden?

Warum verleased/verkauft man Tiwag Kraftwerke für fast 100 Jahre an amerikanische Finanzspekulanten? Auch LH Platter hat diesen Cross Border Leasing Deals zugestimmt (Quelle)! Und jetzt fordert er die Unabhängikeit von ausländischen Energielieferanten?

Kann es sein, dass man mit zusätzlicher Wasserkraftnutzung in Tirol einfach nur Profit machen will und wir dafür unsere Täler opfern sollen?

Platter will auch einen intensiven Dialog mit der Bevölkerung. Wie gedenkt er mit jenen zu sprechen die gar keine Stimme haben, nämlich die Natur und die zukünftigen Generationen? Ich bin schon gespannt, ob er sich einem Dialog mit der Bevölkerung im Kaunertal stellt.

Posted By Christoph Praxmarer Weiterlesen

Probleme mit der Verfügbarkeit der Seite

Jan
15

Heute Nachmittag hat ein vermutlich unvollständiges Update starke Probleme verursacht. Vor allem Benutzer des Internet Explorers waren betroffen. Ich hoffe, dass die Probleme jetzt behoben sind.

Posted By christophpraxmarer Weiterlesen

Online Petition gestartet

Jan
14

Die Pläne der Tiwag für einen Kraftwerksausbau im Kaunertal werden immer konkreter und müssen unbedingt verhindert werden.

Wir haben deshalb eine Online Petition gestartet. Jede Stimme zählt!

>> Hier gehts zur Petition

Posted By christophpraxmarer Weiterlesen

Bedenkliche Entwicklungen

Jan
11

Laut einem Artikel in der Tiroler Tageszeitung sieht Tiwag Vorstandsvorsitzender Wallnöfer das Jahr 2009 als Entscheidungsjahr für Kraftwerke. Die Entscheidung kann er haben. Wir entscheiden uns für ein klares NEIN zu den Kaunertalplänen der Tiwag!

"Umwelt- und Anraineranliegen sollen nicht beschnitten werden" heisst es da. Wie glaubwürdig ist das, wenn wenige Zeilen später das jetzige UVP Verfahren als "Exzess einer Luxusgesellschaft" bezeichnet wird (TT Artikel 6.1.2009)?

Das Ziel der UVP "ist die Prüfung der Umweltauswirkungen von bestimmten, großen Vorhaben auf fachlicher Grundlage unter Beteiligung der Öffentlichkeit" (Quelle Land Tirol). Wallnöfer will weniger Rücksicht auf Umwelt und Bevölkerung nehmen müssen? Von einem Big Brother Award Gewinner nicht anders zu erwarten, aber so geht es nicht!

Bedenklich! Die Aufweichung des Moränenschutzes, die vom Tiroler Landtag 2007 abgesegnet wurde, hat der Tiwag bereits neue Möglichkeiten eröffnet. Wenn es nach Wallnöfer geht soll jetzt auch noch die UVP vereinfacht werden? Das darf nicht passieren!

Posted By Christoph Praxmarer Weiterlesen

Kaunertal Pläne der TIWAG wieder in der TT

Jan
03

In einem Artikel mit dem Titel "Kaunertal fürchtet Kraftwerk" von Clemens Perktold in der Tiroler Tageszeitung vom 2. Jänner werden neben dem "Innovationsprojekt" auch die TIWAG-Pläne im Kaunertal angesprochen.

"Das ursprüngliche Projekt wurde nach Widerständen aus der Bevölkerung verbessert und im Umfang der Bauarbeiten erheblich reduziert."

Wo sind die Verbesserungen? Nach wie vor soll das Fernergries hinter einer 150 Meter hohen Mauer unter Wasser gesetzt werden. Nach wie vor soll am alten Stausee eine Pumpspeicheranlage gebaut werden bei der 20-25 Prozent mehr Energie verbraucht als erzeugt wird. Diese verbrauchte Energie wird zu einem guten Teil aus kalorischen Kraftwerken und Atomkraftwerken kommen. Wo bleibt da das saubere Image der TIWAG?

Ach ja, die Verbesserungen. Was 2006 laut Tiwag Angaben noch "technisch und finanziell nicht machbar" war (orf.at, 8.6.2006), ist jetzt doch möglich: die unterirdische Verlegung der Stromleitung. 30 Meter hohe Strommasten durchs enge Kaunertal wären für die Tiwag ja kein Problem gewesen. Für uns schlichtweg undenkbar!

"Mit einem zweiten Speichersee 'Fernergrieß' nicht wirklich glücklich" ist unser Bürgermeister. Wir sind überhaupt nicht glücklich damit! Und keine Summe der Tiwag kann die Zerstörung des Fernergries jemals rechtfertigen!

Posted By Christoph Praxmarer Weiterlesen

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