Beiträge von Christoph Praxmarer

Ötztaler Bauern: „Nein zur Ableitung der Ötztaler Gewässer“

Nov
08

Bei einer Pressekonferenz in Innsbruck haben sich heute die Vertreter der ca. 50 Liegenschaftbesitzer, Agrargemeinschaften und Nutzungsberechtigten im Ötztal vehement gegen den Ausbau des Kaunertalkraftwerks ausgesprochen.

Die Ötztaler lehnen die Überleitung der Ötztaler Bäche in den Gepatschspeicher kategorisch ab und wollen daher auch keine weiteren Gespräche mit der Tiwag führen. Der Verlust des Wassers sei mit etwaigen Entschädigungen nicht aufzuwiegen!

Die Tiwag könnte somit die Wasserüberleitungen nur mit Enteignungen durchsetzen. Höchste Zeit also, dass das Land Tirol das Monster-Projekt endgültig zu den Akten legt.

derstandard.at
orf.at
ORF Mediathek Tirol Heute 8.11.2012

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Flüsse voller Leben: Petition zum Kaunertalausbau

Jun
01

Mit dem "Kaunertal-Monat" startet auch die Petition zum Ausbau des Kaunertalkraftwerks, gerichtet an Bundesminister Dipl.-Ing. Nikolaus Berlakovich:

NEIN zum Ausbau Kraftwerk Kaunertal
JA zum Schutz der Venter und Gurgler Ache und des Platzertales

Vier unberührte Hochgebirgsbäche und ein idyllisches Hochtal sind durch eine 120 Meter hohe und 450 Meter breite Staumauer und 50 km langen Überleitungsstollen bedroht!
Das bedeutet die Zerstörung der letzten alpinen Wildnislandschaften im Tiroler Oberland. Umweltminister Nikolaus Berlakovich muss diese Vorhaben stoppen.

Unterzeichnen Sie JETZT die Petition zur Rettung der Alpenjuwele
rechts im gelben Fenster.

hier geht's zur Petition

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Saubere Wasserkraft?

Feb
26

Frage: Was halten Sie von einem Eier-Produzenten,
der 1/3 der Eier ökologisch produziert, 2/3 der Eier als nicht ökologische Eier zukauft
und das Ganze zu 93% als ökologische Eier und zu 7% als leicht ökologische Eier verkauft?

>> mehr zum Thema

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Werbebanner

Sep
27
Blog: 

Als die BH Landeck dem Verein Lebenswertes Kaunertal im November 2009 mitteilte, dass das Anbringen eines Tiwag-kritischen Plakats an der Garage im Fernergries eine naturschutzrechtliche Bewilligung benötige, diese aber, das könne man schon im Vorfeld sagen, mit Sicherheit abgelehnt würde (siehe auch hier), hätte man eigentlich froh sein sollen, denn gegen ein strenges Naturschutzgesetz wäre ja eigentlich nichts einzuwenden. Eigentlich – aber einen äußerst fahlen Beigeschmack erhielt das Ganze damals dadurch, dass einerseits die Anbringung eines Banners an einer Garage nicht zulässig war (zu Recht!), wir aber gleichzeitig zusehen mussten wie die Tiwag mit Baggern und schwerem Gerät das Ruhegebiet und Natura 2000-Gebiet erkundet(!), mit der Absicht dieses Gebiet durch den Bau eines Pumpspeichers für immer zu zerstören – und das trotz behördlich bestätigter Verletzung der Schutzbestimmungen des Ruhegebiets (zu Recht?).

Die ausführliche Begründung und das abschließende Fazit der Behörde zur Ablehnung des Banners an der Garage im Fernergries:

“Gemäß § 15 Abs. 1 Naturschutzgesetz 1997 bedarf die Errichtung, Aufstellung, Anbringung oder Änderung von Werbeeinrichtungen außerhalb geschlossener Ortschaften einer naturschutzrechtlichen Bewilligung, soweit im Abs. 2 nichts anderes bestimmt ist. Diese Bewilligung ist zu erteilen, wenn die Interessen des Naturschutzes nach § 1 Abs. 1 weder durch die Materialbeschaffenheit, Größe, Form, Farbe, Lichtwirkung und dergleichen der Werbeeinrichtung noch durch deren Errichtung, Aufstellung, Anbringung oder Änderung am vorgesehenen Ort beeinträchtigt werden.

Nach Abs. 2 bedürfen die Errichtung, Aufstellung, Anbringung oder Änderung keine naturschutzrechtliche Bewilligung, von

a) Werbeeinrichtungen an Gebäuden mit Aufenthaltsräumen;

b) gesetzlich vorgeschriebenen Geschäfts- und Betriebsstättenbezeichnungen und damit im unmittelbaren Zusammenhang stehenden Werbeeinrichtungen, soweit sich die Werbeeinrichtungen an Gebäuden oder auf dem selben Grundstück wie das Geschäfts- oder Betriebsgebäude befinden;

c) Werbeeinrichtungen, die den in der Verordnung nach Abs. 3 festgelegten Anforderungen entsprechen;

d) Hinweisen auf vorübergehende Veranstaltungen, sofern sie innerhalb von sechs Wochen vor dem Beginn der Veranstaltung errichtet, aufgestellt oder angebracht werden; sie sind spätestens zwei Wochen nach dem Ende der Veranstaltung zu entfernen.

e) Anlagen zum Anschlagen von Plakaten durch Gruppen, die sich an der Wahlwerbung für die Wahl zum Europäischen Parlament, des Bundespräsidenten, zu einem allgemeinen Vertretungskörper oder zu den satzungsgebenden Organen einer gesetzlichen beruflichen Vertretung oder an der Werbung für eine Volksabstimmung, eine Volksbefragung oder ein Volksbegehren auf Grund landes- oder bundesrechtlicher Vorschriften beteiligen, sofern sie innerhalb von sechs Wochen vor dem Wahltag, dem Tag der Volksabstimmung oder der Volksbefragung bzw. dem Beginn der Eintragungszeit und während dieser erfolgt. Solche anlagen sind spätestens zwei Wochen nach dem Wahltag, dem Tag der Volksabstimmung oder Volksbefragung bzw. dem Ende der Eintragungszeit von der betreffenden Gruppe zu entfernen.

§ 1 Abs. 1 der Verordnung Nr. 96 vom 04.11.1997 (bezugnehmend zu Abs. 2 lit. c) besagt, dass die Errichtung, Aufstellung, Anbringung oder Änderung von Werbeeinrichtungen keiner naturschutzrechtlichen Bewilligung bedarf, wenn

a) es sich um Tafel mit den Abmessungen von höchstens 120 cm x 40 cm handelt,

b) die Beschriftung und die sonstigen graphischen Stilmittel in weißer oder gelber Farbe auf grünem oder braunem Grund ausgeführt sind,

c) die Oberkante der Tafeln nicht mehr als drei Meter über dem Boden liegt und

d) die Tafeln weder selbstleuchtend ausgeführt sind noch beleuchtet werden.

Somit kann aufgrund Ihrer Beschreibung über das beabsichtigte Transparent gesagt werden, dass die Aufstellung, Errichtung oder Anbringung eine naturschutzrechtliche Bewilligung benötigen wird.

Jedoch muss Ihnen bereits im Vorfeld mitgeteilt werden, dass nach Absprache mit dem naturkunderechtlichen Amtssachverständigen eine solche Bewilligung nach dem Tir. Naturschutzgesetz nicht erteilt werden kann.”

Die BH Landeck hatte dankenswerterweise auch darauf hingewiesen, dass die Bestimmungen für Ankündigungen von Veranstaltungen weniger streng seien. Auch ein Hinweis auf die Straßenverkehrsordnung fehlte nicht:

“Zudem muss ich Sie noch darauf hinweisen, dass das Anbringen von Tafeln, Transparenten, Werbeeinrichtungen ecta. außerhalb vom Ortsgebiet innerhalb einem Bereich von 100 m neben öffentl. Straßen nach der Straßenverkehrsordnung bewilligungspflichtig sind.”

Auskunft und Begründung der BH Landeck waren korrekt und sind natürlich zu akzeptieren. Aber ...

... wenn man derzeit von der Staumauer des Gepatschspeichers Richtung "Edith-Stollen" fährt, erwartet einen folgende Werbung der Tiwag:

Im Vergleich zu den anderen Aktivitäten der Tiwag, von der Deponie Versetz, dem Klasgartenstollen, dem Neubau des Druckschachts, bis zu den Bohraktivitäten im Kaunertal und Platzertal und den immer noch nicht geklärten Korruptionsvorwürfen, ... mag das Banner klein und unbedeutend erscheinen, dennoch sollte doch für alle das gleiche Recht gelten!

Es wäre äußerst interessant zu erfahren, warum nun gerade das Werbebanner der Tiwag nach Tiroler Naturschutzgesetz und Straßenverkehrsordnung – im Gegensatz zum Banner des Vereins Lebenswertes Kaunertal – genehmigungswürdig ist?

Nicht genehmigt, bzw. bereits im Vorfeld abgelehnt, wurde dieses Banner (Fotomontage):

Gegen dieses (sehr schöne) Plakat im Stubai hat sich bezeichnenderweise sogar der Landeshauptmann persönlich stark gemacht:
Foto: dietiwag.at; mehr Infos dazu hier.

UPDATE: 29.9.2011 - Nach neuesten Informationen wurde das Banner NICHT genehmigt, bzw. wurde seitens der TIWAG erst gar nicht um eine Bewilligung angesucht ...

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Tiroler Besonderheit - Petition für einen weisungsfreien Landesumweltanwalt

Jul
15

Alle anderen acht Landes­umweltanwälte in Österreich können unabhängig vom Regierungswillen bis zum Verwaltungsgerichtshof beeinspruchen. Die Weisungsfreiheit für die Umweltanwaltschaft in Tirol wäre dringend notwendig und sehr zu begrüßen.

Kontrolle braucht Unabhängigkeit! Das ist der Tiroler ÖVP und SPÖ leider in Sachen Umweltschutz ein Dorn im Auge, sonst wäre unsere Umweltanwaltschaft schon lange weisungsfrei.

Gerade in Tirol haben Lobbyisten freien Lauf, wie sich beispielsweise aus der Kalkkögel-Geschichte zeigte. Sie haben sich über bestehende Gesetze, die sie selbst geschaffen haben, einfach hinweggesetzt oder gar zu einer Völkerrechtsverletzung aufgerufen. Warum können sie das tun? Es ist keiner da, der dieses Vergehen beim Verwaltungsgericht beeinspruchen kann oder darf.

Unabhängigkeit und Weisungsfreiheit sind ganz wichtige Instrumente für eine effektive Umweltanwaltschaft, für Demokratie und Rechtsstaat. Daher wäre es endlich an der Zeit, die Sturheit aufzugeben, die schon mehr als peinlich ist, und den Lobbyisten das Handwerk zu legen. Nur ein sorgsamer Umgang sichert der nächsten Generation das unverzichtbare Kapital und Erbe: nämlich Natur und Lebensraum.

Flüsse voller Leben

Zur Petition

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Tiwag und Atomstrom

Jun
06

Dass die Tiwag sich ab sofort zu einer "atomfreien Stromkennzeichnung" entschieden hat, mag prinzipiell als ein richtger Schritt in die richtige Richtung gedeutet werden, hat aber einen groben Schönheitsfehler:

Der Atomausstieg "ab sofort" betrifft nämlich die Stromlieferung an den Endkunden, bei der – laut EU-Richtlinie – die Herkunft des Stromes gekennzeichnet werden muss. Tauschstromverträge und Stromimporte unterliegen dieser Kennzeichnungspflicht nicht. In diesem Bereich, "hinter der Bühne", wird weiterhin mit Atomstrom gehandelt.

Mehr dazu bei Markus Wilhelm auf die dietiwag.at.

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Übernehmen auch SIE Verantwortung für die Natur!

Feb
26
Blog: 

Das Bild zeigt die Zufahrt zur Deponie Versetz. Dort wird das Ausbruchmaterial aus dem Stollen Klasgarten deponiert.

Auf dem Bild sieht man hinter dem Streng Bau Schild einen Hang. Auf diesem halten sich speziell in den Wintermonaten häufig Gämsen auf, die so wenig wie möglich gestört werden sollten. Gämsen sind Fluchttiere. Kommt man ihnen zu nahe, suchen sie das Weite und verbrauchen dabei viel Energie, die speziell in den Wintermonaten knapp ist. Verständlich also, dass man die (vereinzelten) Eiskletterer "bittet", einen alternativen Zustieg zu den Eisfällen zu nehmen.

Allerdings werden sich die Eiskletterer ziemlich verarscht vorkommen, wenn sie diesen Zustieg nicht verwenden dürfen, gleichzeitig aber die schweren LKWs mit Ausbruchmaterial aus dem Tiwag-Stollen dort vorbeifahren.

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Flüsse voller Leben - Bad News

Jan
27

Wie die neue Studie "Ökologischer Zustand der Fließgewässer Österreichs – Perspektiven bei unterschiedlichen Nutzungsszenarien der Wasserkraft" der Universität für Bodenkultur beweist, bringen neue Wasserkraftwerke die an sich schon stark genutzten Fließgewässer an den Rand des Kollaps.


Flüsse-voller-Leben.at

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Offener Brief an die TIWAG

Nov
26

Betreff: Offener Brief an die Tiroler Wasserkraft AG

z.H. des Vorstandsvorsitzenden der TIWAG-Tiroler Wasserkraft AG, Dr. Bruno
Wallnöfer

Sehr geehrter Herr Wallnöfer,

die Tiwag plant in unserem Tal eine der größten Baustellen Europas. Das Kaunertal wäre im Falle eines Ausbaus des Kaunertalkraftwerks, unabhängig von der Speichervariante, bei weitem am stärksten von den negativen Auswirkungen dieses Großprojekts betroffen.

Am 21. Oktober hat sich die Gemeinde Kaunertal einstimmig gegen die Speichervariante Fernergries ausgesprochen. Seitdem ist bereits mehr als ein Monat vergangen und offensichtlich ist die Tiwag nicht bereit, diesen Beschluss der Gemeinde Kaunertal zu kommentieren. Daher fordern wir Sie hiermit zu einer Stellungnahme zu diesem Gemeinderatsbeschluss auf. Setzen Sie der Speichervariante Fernergries offiziell ein Ende und erklären Sie, warum die Tiwag bis dato nicht auf diesen Grundsatzbeschluss reagiert hat.

Mit freundlichen Grüßen

Obfrau Anita Hofmann,
für den Verein Lebenswertes Kaunertal
ZVR-Zahl 503040112

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